Commerce One-Verluste inzwischen voll abgeschrieben
Hohe Erwartungen an SAP-Zahlen

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat nach den Erwartungen von Analysten im ersten Quartal 2003 trotz weitgehend stagnierender Umsätze unter dem Strich deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor.

Reuters FRANKFURT. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis stieg im Durchschnitt der 21 Analystenschätzungen in den drei Monaten auf 262 Millionen von 237 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Trotz eines erwarteten Rückgangs der Software-Lizenzumsätze um neun Prozent hielt SAP danach den Umsatz mit 1,64 (1,66) Milliarden Euro so gut wie konstant. Nach dem Wegfall der Sonderbelastungen durch die Verluste der inzwischen voll abgeschriebenen Internettochter Commerce One erwarten die Analysten nach Steuern mit 149 (2002: 65) Millionen Euro einen mehr als verdoppelten Gewinn. Im ersten Quartal 2002 hatte Commerce One SAP noch mit 52 Millionen Euro belastet.

Das erste Quartal ist neben dem dritten gewöhnlich bei allen Softwareherstellern das umsatzschwächste. Vorstandschef Henning Kagermann hatte erklärt, an der Verteilung der Umsätze über das Jahr werde sich auch 2003 voraussichtlich nichts ändern. Eine Prognose für das erste Quartal hat SAP nicht gegeben. Allerdings warnte Kagermann auf der Computermesse Cebit vor einem negativen Einfluss des erstarkten Euro. Damit könnten sich Zuwächse in den USA, dem zweitwichtigsten Markt für SAP, in der Berichtswährung in Einbußen verwandeln. Den Einfluss eines nicht allzu langen Irak-Kriegs sieht SAP gelassen. Dadurch könnten sich Aufträge allenfalls über zwei Quartale verschieben, auf das Jahr gesehen werde sich dies wieder ausgleichen.

SAP hat die Zahlen zu seiner Geschäftsentwicklung im ersten Quartal für den 17. April 2003 angekündigt. Allerdings hatte der Konzern zuletzt meist bald nach Quartalsende erste Indikationen veröffentlicht.

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