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Commerzbank-Chef Müller unterstreicht Interesse an Postbank

Die Commerzbank ist an einem Zusammengehen mit der Postbank interessiert. Durch einen Zusammenschluss mit der Postbank entstünde die wichtigste Privatkundenbank in Europa, sagte Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller der "Welt am Sonntag".

dpa-afx FRANKFURT/MAIN. Die Commerzbank ist an einem Zusammengehen mit der Postbank interessiert. Durch einen Zusammenschluss mit der Postbank entstünde die wichtigste Privatkundenbank in Europa, sagte Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller der "Welt am Sonntag". Wir bräuchten dazu aber die Zustimmung des Bundes, sagte Müller.

Auch eine Übernahme der Commerzbank durch ein ausländisches Institut schloss Müller nicht aus, stellte aber Bedingungen. Es komme darauf an, dass es ein Institut sei, das passe und das sich verpflichte, die Commerzbank nicht zu zerschlagen, sagte Müller der Zeitung.

In Deutschland sieht Müller außer der Postbank für sein Haus keine anderen Fusionspartner. "Das Spielfeld ist begrenzt", sagte Müller.

Müller, der im März 2005 das Amt des Bankenpräsidenten übernimmt, rechnet damit, dass die Übernahmegefahr deutscher Banken durch ausländische Wettbewerber steigt. Mit Ausnahme Deutschlands sei die Konsolidierung Europas weitgehend abgeschlossen. "Die Gefahr einer Übernahme ist größer denn je", sagte Müller.

Der Commerzbank-Chef trat Befürchtungen entgegen, wonach es bei der rund 33 000 Mitarbeiter zählenden Bank zu einem weiteren Stellenabbau kommen könne. Solche Pläne gebe es zur Zeit nicht, versicherte Müller, der zuletzt die Streichung von 900 Stellen im Investmentbanking bekannt gegeben hatte. Eine Schließung der Investmentbank schloss Müller aus.

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