Commerzbank dürfte im Mittelpunkt des Handels stehen
Festerer Start an deutschen Börsen erwartet

Nach den massiven Kursverlusten der vergangenen Tage dürften die deutschen Aktien am Dienstag mit leichten Gewinnen in den Handel starten. Das Handelshaus Lang & Schwarz berechnete den Leitindex DAX gegen 8.20 Uhr mit 4 701 Punkten. Der Leitindex war am Montag mit einem Verlust von 1,28 % auf 4 670,13 Zähler aus dem Handel gegangen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Vorgaben von der Wall Street wurden von Börsianern als "positiv" bewertet, da die US-Börsen immerhin nicht im Minus schlossen. Die Aktien an der New Yorker Börse beendeten den Handel am Montag nach einigem Auf und Ab unverändert zum Freitagsschluss. Nach einem negativen Start in die neue Handelswoche kletterte der Standardwerte-Index Dow Jones Industrial Average zweimal in positives Terrain. Zur Schlussglocke lag das Börsenbarometer unverändert bei 9 605,51 Punkten. Der marktbreitere S&P 500-Index kletterte bis Handelsschluss um 0,63 % auf 1 092,58 Zähler.

Die Stimmung sei noch nicht schlecht genug gewesen, um eine Unterstützungslinie zu durchbrechen. Daher habe der kurzfristige Ausverkauf erneut eine technische Reaktion ausgelöst, erklärten Händler die zwischenzeitlichen Gewinne der US-Börsen. An der US-Computerbörse Nasdaq schlossen die Aktien am Montag nach vier Tagen mit Verlusten wieder im Plus. Der Nasdaq Composite-Index hatte im Tagesverlauf eine Berg- und Talfahrt hingelegt und beendete den Handel mit plus 0,47 % auf 1 695,65 Punkten. Der Nasdaq 100-Index gewann um 0,88 % auf 1 366,18 Zähler. In Japan schloss der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte um 0,95 % auf 10 292,95 Punkte.

Im Fokus dürfte der Titel der Commerzbank stehen. Die Übernahme der Frankfurter Großbank durch die italienische Großbank Unicredito ist gescheitert. Das bestätigte am Morgen ein Sprecher des Frankfurter Kreditinstituts. Einem Pressebericht zufolge haben unterschiedliche Vorstellungen über den Preis der Transaktion die Verhandlungen zum Scheitern gebracht. Das Management der Commerzbank habe einen zu hohen Preis für eine Kontrollmehrheit der Italiener verlangt.

Auch die Autotitel werden Händlern zufolge angesichts der Pressekonferenzen auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt weiterhin im Interesse stehen. Am gestrigen Montag hatten Volkswagen , Daimler-Chrysler und BMW deutlich im Minus notiert. Zudem hat der noch im MDax gelistete Sportwagenhersteller Porsche die vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2000/01 vorgelegt. Wie das Unternehmen am Dienstagmorgen mitteilte, ist der Absatz in 2000/2001 um 12 % auf 54 586 Autos gestiegen. Auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) sei in diesem Zeitraum auf mehr als 1,0 Mrd. DM geklettert, nach 848,5 Mill. DM im Vorjahr.

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