Commerzbank im Fokus
Dax und Nemax fester erwartet

Die deutschen Aktienwerte dürften am Dienstag nach Einschätzung von Händlern im Sog von leichten Kursgewinnen an Börsen in den USA und Fernost zunächst ein wenig höher in den Handel starten. "Die Vorgaben aus den USA lassen hoffen, dass wir heute leicht erholt in den Handel starten", sagte ein Hamburger Händler. Bestimmt werde das Börsengeschehen wohl von den erwarteten Quartalszahlen, die die Technologiewerte in Bewegung setzen dürften, vermutete er.

rtr/dpa-afx FRANKFURT. Allerdings könnten im Verlauf die jüngsten Milzbrand-Fälle in den USA das Geschehen erneut überschatten und den Markt belasten, hieß es. "Die weiteren Milzbrandfälle belasten natürlich den Markt, ich denke wir werden jetzt den Anfang einer Korrektur nach unten sehen, zumal wir eine Widerstandszone im Dax bei 4 600 Punkten nach unten durchbrochen haben", sagte ein Händler. Der Markt dürfte dabei allerdings seine Tiefstände vom Ende September wohl nicht mehr erreichen. Im Dax könnten die Titel der Commerzbank im Mittelpunkt stehen, nachdem die Bank zu einer Pressekonferenz über Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen eingeladen hat.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.20 Uhr mit 4 565 Punkten, nach einem Schluss von 4 548 Zählern am Montag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 4 572 Punkten.

Auch Wachstumswerte werden fester erwartet

Am Neuen Markt werden ebenfalls geringfügig höhere Kurse erwartet. Die Vorgaben aus den USA waren uneinheitlich. Ängste vor neuen Anschlägen hätten den Handel am Montag überschattet, nachdem weitere Milzbrand-Erreger aufgetreten seien, sagten US-Börsianer. Der Dow-Jones-Index schloss 0,04 % höher auf 9347,62 Punkten. Der technologielastige Nasdaq-Index lag demgegenüber mit 0,42 % im Minus auf 1696,31 Zählern. In Fernost dagegen legten die Börsen in Tokio und Hongkong am Dienstag zum Teil deutlich zu.

Commerzbank und SAP im Fokus

In den USA waren am Montag neue Fälle von Hautmilzbrand bekannt geworden. US-Präsident George W. Bush hatte eine Verbindung zwischen dem Islamisten Osama bin Laden und den Milzbrandfällen nicht ausgeschlossen.

Bei den deutschen Standardwerten könnten die Titel der Commerzbank das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Am Montag hatte das Finanzinstitut mitgeteilt, in den Monaten Juli und August einen Verlust von rund 120 Mill. ? nach Steuern erwirtschaftet zu haben und bis zum Jahr 2003 rund 3 400 Stellen abbauen zu wollen.

Daneben dürften die Aktien von SAP, für Aufsehen sorgen, nachdem die US-Beteiligung des Walldorfer Konzerns Commerce One am Vorabend mitgeteilt hatte, ihre Belegschaft um rund 46 % verringern zu wollen. Vor knapp einer Woche hatte das Unternehmen, an dem SAP mit 20 % beteiligt ist, für das dritte Quartal einen höheren Verlust als ursprünglich geplant in Aussicht gestellt. Unternehmenskreisen zufolge hat SAP trotz jüngster Berichte kein Interesse, Commerce One zu übernehmen.

Dax-Werte blicken auf US-Quartalszahlen

Auch die anderen Technologiewerte werden heute in den Mittelpunkt des Händlerinteresses rücken: Der Computerriese IBM wird nach Einschätzung von Experten am heutigen Dienstag für das dritte Quartal 2001 einen Gewinnrückgang von 1,08 US-Dollar auf 0,89 Dollar je Aktie ausweisen. Im zweiten Quartal 2001 hatte die International Business Machines Corp. (IBM) einen Ertrag von 1,15 Dollar je Anteilschein eingefahren.

Aufmerken werden heute auch die Infineon-Aktionäre: Der Chiphersteller Intel wird heute in den USA Quartalszahlen vorlegen. Außerdem werden unter anderem die Zahlen von Veritas Software erwartet.

Interessant für die Siemens-Anleger : Der niederländische Mischkonzern Royal Philips Electronics NV ist im dritten Quartal tief in die Verlustzone gerutscht. Das Nettoergebnis des Konzerns weise einen Verlust von 799 Mio. Euro auf, nachdem im Vorjahresquartal noch einen Gewinn von 2,06 Mrd. Euro angefallen war.

Bei den Konsumwerten werden heute der US-amerikanische Pharma- und Konsumgüterriese Johnson & Johnson (J&J) sowie und der Lebensmittelkonzerns Kraft Foods ihre Zahlen auf den Tisch legen. Die Metro-Aktie war gestern mit einem kleinen Plus von 0,38 Prozent auf 39,25 Euro aus dem Handel gegangen.

DAB Bank sorgt am Neuen Markt für Kursfantasie

Am Neuen Markt dürften die Aktien des Direktbrokers DAB Bank für Kursfantasie sorgen. Am Morgen hatte das Finanzunternehmen mitgeteilt, im dritten Quartal weniger Kunden hinzugewonnen und weniger Transaktionen ausgeführt zu haben als im Vorquartal.

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