Commerzbank im Plus - Geringe Umsätze, kaum Nachfrage: Dax schließt knapp behauptet

Commerzbank im Plus - Geringe Umsätze, kaum Nachfrage
Dax schließt knapp behauptet

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag behauptet gezeigt, die zwischenzeitlich deutlichen Gewinne schmolzen aber wieder dahin. Der Dax legte bis Handelsende 9,16 Punkte auf 4 871 Punkte zu.

vwd FRANKFURT/M. Händler beklagten dabei das Fehlen der US-Investoren im Markt. Einige hatten am Nachmittag sogar von Langeweile gesprochen. "Das Geschäft war sehr ruhig", sagte ein Teilnehmer. Da es aus den USA keine Impulse gegeben habe, sei nach einem etwas lebhafteren Handel am Morgen der Markt ab Mittag in eine lustlose Seitwärtsbewegung übergegangen. "Es fehlte fast komplett die Nachfrageseite", erklärte ein Händler.

So stiegen Deutsche Telekom nur noch um 1,2 % auf 15,39 Euro, nachdem die Steigerung im Tagesverlauf bereits drei Prozent betragen hatte. Goldman Sachs hatte die zuversichtliche Einschätzung für die T-Aktie bekräftigt. Außerdem gehen Teilnehmer davon aus, dass gegebenenfalls statt Liberty Media eine andere Gesellschaft die Kabelnetze der Telekom übernimmt.

BMW gewannen 0,9 % auf 41,50 Euro. Analysten hatten die Gewinnschätzungen erhöht, weil der Konzern die Rechnungslegung auf den internationalen Standard "IAS" umstellt. Aber auch Deutsche Post und Schering konnten sich von den Tagestiefs lösen und notierten deutlich im Plus. SAP verloren dagegen 2,1 % auf 154,20 Euro, was auf die schwachen Vorlagen der US-Technologie-Aktien vom Freitag zurückzuführen sei, sagte ein Beobachter.

Vor allem mit den Kursen der Banken ging es weiter nach unten, auch weil die Schulden des Kirch-Konzerns nach einem Bericht des "Wall Street Journal" noch höher sein könnten, als bislang bekannt wurde. Deutsche Bank fielen um 0,9 % auf 67,85 Euro und HypoVereinsbank um ebenfalls 0,9 % auf glatt 33 Euro. ProSiebenSAT1 profitierten dagegen von der Spekulation, die Medien-Familie könnte aus dem Kirch-Konzern herausgelöst werden. Sie gewannen 8,8 % auf 6,42 Euro.

Einzig Commerzbank entzogen sich dem Sog und legten um ein Prozent auf 18,43 Euro zu. WCM hatte am Mittag eine 5,5-prozentige Beteiligung an der Bank mitgeteilt. Händler sprachen dabei von einem Pooling-of-interest. Damit erhöhe sich die Chance auf profitable Paketverkäufe. "Vielleicht handelt WCM auch in Absprache mit der Cobra", mutmaßten einige Beobachter. Durch den Einstieg von WCM würden zudem die Spekulationen über einen Verkauf der Commerzbank wiederbelebt. Damit rücke die Marke von 20 Euro beim Kurs wieder näher.

"Die Siemens-Aktien profitierten von einem positiven Ausblick zum weltweiten Mobilfunkmarkt", hieß es im Handel. Der CEO von IC Mobile erwartet ein weltweites Marktwachstum zwischen zehn und 15 % im laufenden Jahr. "Die Prognose ist viel optimistischer als die von Pierer. Allerdings ist es auch nicht überraschend, wenn man weiß, von wem sie kommt", sagen Analysten. Die Aktie rückten um 1,6 % auf glatt 66 Euro vor, die Töchter Epcos und Infineon verloren hingegen.

In der zweiten Reihe standen Gold-Zack mit einem Minus von 14,7 % auf 1,45 Euro stark unter Druck. Händler verwiesen auf die Sorge, der missratene Verkauf von BHW-Aktien könnte die Stimmung für Börsengänge nachhaltig belasten. Auch Escada rutschten ab. Dabei spielte einerseits die weiter schwierige Situation des Konzerns eine Rolle, aber noch wichtiger war am Berichtstag die Markttechnik, sagten Händler. Nach dem Sturz unter die Marke von 18 Euro sei die nächste Auffanglinie bei 16,71 Euro, dem Jahrestiefstand. Die Titel gingen mit einem Minus von 4,9 % auf 17,40 Euro aus der Sitzung.

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