Archiv
Commerzbank/Kohlhaussen: Schuld an Kursschwäche trägt Rebon/CoBra =

VWP266 4 WIR 515 T VTC2 VWP 0266 Commerzbank/Kohlhaussen: Schuld an Kursschwäche trägt Rebon/CoBra = Frankfurt (vwd) - Der Vorstand der Commerzbank AG, Frankfurt, hat bis in diese Tage mit der Aktionärsgruppe der Rebon/CoBra Gespräche geführt, sagte Vorstandssprecher Martin Kohlhaussen am Mittwoch während der Bilanz-Pressekonferenz und fügte hinzu: Diese Gespräche "konnten uns allerdings nicht davon überzeugen, dass dort eine klare oder gar strategische Linie verfolgt wird". Es sei nun schon ein Jahr her, dass sich diese Gruppe über ihren Geschäftsführer Hansgeorg Hofmann - oder auch vertreten durch die beiden Initiatoren Vedder und Schneidewind - bei der Commerzbank gemeldet haben, zunächst mit Erwerbsrechten für zehn Prozent, später für bis zu 17 Prozent der Aktien oder Stimmrechte der Commerzbank. Zur angekündigten Opposition für die Hauptversammlung sagte Kohlhaussen, Details hätten die "40 Aktionäre aus dem Dunstkreis der Rebon/CoBra" bisher nicht mitgeteilt. Der Commerzbank - Vorstandssprecher erinnerte daran, dass es von dieser Seite von Anfang an hieß, man wolle einen strategischen Partner für die Bank suchen, zu diesem Zweck sei im August 2000 eine Investmentbank mandatiert worden. Bis heute habe sich niemand mit dem Commerzbank-Vorstand in Verbindung gesetzt. "Wir wissen aber, dass die Gruppe direkt und indirekt Kontakte in Europa und darüber hinaus gesucht hat", so Kohlhaussen dazu. Die Äusserungen der Rebon/CoBra-Gruppe gegenüber dem Commerzbank-Vorstand rechtfertigen nach Kohlhaussen die Feststellung, "dass es von Anfang an das Ziel dieser Veranstaltung war, schnell viel Geld zu verdienen". Der Vorstandssprecher zitierte deren Preisvorstellungen von 52 EUR je Aktie, inzwischen hätten sich diese Preisvorstellungen auf 40 EUR je Aktie reduziert, "haben wir gehört", so Kohlhaussen. Das sei an sich nicht zu kritisieren, Spekulation sei das Salz in der Suppe, "aber jeder Spekulant muss die Folgen seines Tuns selbst tragen, Erfolg und Misserfolg treffen ihn allein". Die Rebon/CoBra-Gruppe habe Unsicherheit bei Kunden und Aktionären verbreitet. Die Kunden der Commerzbank seien diesbezüglich offenbar resistent, nicht aber die Aktionäre, Kohlhaussen sieht die Hauptursache für die Kursschwäche der Commerzbank-Aktie in dieser Verunsicherung, die aus der Geheimnistuerei von Rebon/CoBra entstehe: Seit dem Auftreten dieser Gruppe sei der Kurstrend abwärts gerichtet, "die Börse interpretiert die Existenz dieser Gruppe als Belastung - und wir sehen das genauso". Das wiederholt und teilweise aggressiv vorgetragene Verlangen nach Kooperation, d. h. der Gruppe Exit-Möglichkeiten zu bieten, "kann von uns nur im Rahmen geltender Gesetze und zu marktüblichen Usancen erfüllt werden". Darin, so Kohlhaussen weiter, sind sich letztlich wohl alle Beteiligten einig. Dem widerspreche auch nicht, dass mehrfach versucht wurde, solchem Verlangen besonders Nachdruck zu verleihen. Kohlhaussen nennt als Beispiel die Behauptung "angeblich unmittelbar bevorstehender feindlicher Übernahmeversuche, durch den Hinweis auf Verabredungen Dritter zur Aufteilung der Commerzbank oder durch den Antrag auf eine ao-HV". Das ambivalente Verhalten wurde aus der Sicht von Kohlhaussen auch im Zusammenhang mit den Sondierungsgesprächen der Commerzbank mit der Dresdner Bank deutlich: "Zunächst wurden wir wegen der Aufnahme der Gespräche öffentlich kritisiert. Nach dem Abbruch erhielten wir ebenfalls Kritik, nun aber wegen der angeblich verpassten Chance. Im ersten Moment kam allerdings auch hier Lob: Herr Hofmann beeilte sich, mir telefonisch zu gratulieren Während des Sommers hörten wir von der Gruppe immer wieder, dass der richtige Weg für uns in Europa zu suchen sei. Als wir jedoch dann gemeinsam mit unserem Partner Generali eine neue Dimension und Breite der Zusammenarbeit verkündeten und die Bindungen zur Generali-Gruppe über eine Kapitalerhöhung noch vertiefen konnte, wurden und werden bis heute sogar die Gerichte beschäftigt". +++ Hans Hutter vwd/28.3.2001/hu/hal 281022 MRZ 01 NNNN

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%