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Commerzbank plant offenbar Stellenabbau

Die Commerzbank will nach Informationen aus Bankenkreisen rund zehn Prozent der konzernweit 40 000 Stellen abbauen, wobei die damit verbundenen Kostensenkungen aber frühestens im nächsten Jahr erreicht werden.

Reuters FRANKFURT. Auf der Aufsichtsratssitzung am 15. Oktober werde über die Vorstandspläne zur Senkung der Verwaltungskosten beraten. "Dabei wird es auch um Stellenabbau gehen. Es wäre das erste Mal, dass es bei der Bank zu Entlassungen kommt", hieß es in den Kreisen am Montag weiter. Rund 4000 Angestellten seien davon betroffen, und wegen der Abfindungszahlungen würden die Kosten frühestens 2002 sinken. "Vor 2002 oder 2003 wird sich das in der Bilanz nicht positiv niederschlagen", hieß es in den Kreisen weiter. Ende September hatte Bankchef Klaus-Peter Müller von einer "Rosskur" für das Geldinstitut gesprochen und Stellenstreichungen erstmals nicht mehr ausgeschlossen.

Als erste der deutschen Großbanken hatte die zum Allianz-Konzern gehörende Dresdner Bank vor zwei Wochen angekündigt, sie wolle über das bereits bekannte Maß hinaus rund 1300 Stellen - vor allem in Deutschland - abbauen. Damit würden bis 2003 rund 7800 von den weltweit 50 000 Arbeitsplätzen bei der Dresdner abgebaut.

Die Aktien der Commerzbank lagen gegen Mittag in einem insgesamt schwachen Marktrend mit 3,72 % im Minus bei 17,35 ?. Der Dax notierte 1,81 % leichter bei 4230 Punkten.

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