Commerzbank und Daimler im Blick
Dax wenig verändert erwartet

Marktteilnehmer rechnen mit einem ruhigen Geschäft, da viele Anleger sich in Erwartung zahlreicher Geschäftszahlen in den kommenden Tagen wohl zunächst zurückhalten würden.

Reuters FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte dürften nach Einschätzung von Händlern wenig verändert in die neue Börsenwoche starten. Insgesamt rechneten Marktteilnehmer mit einem ruhigen Geschäft bei geringen Umsätzen, da viele Anleger sich in Erwartung der Veröffentlichung zahlreicher Geschäftszahlen in den kommenden Tagen wohl zunächst zurückhielten.

Im Tagesverlauf könne der Dax den Vorgaben der Wall Street vom Freitag folgen und nachgeben, hieß es. Größere Kursschwankungen seien aber weder zur einen noch zur anderen Seite zu erwarten. Im Mittelpunkt könnten am Montag Commerzbank und Daimler-Chrysler stehen.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.30 Uhr mit 5 096 Punkten, nach einem Schluss von 5 097,06 Zählern am Freitag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 5 090 Punkten und die Deutsche Bank bei 5 098 Stellen. Am Neuen Markt rechnen die drei Institute mit einer ebenfalls kaum veränderten Eröffnung des Auswahlindexes Nemax 50, nach einem Schluss am Freitag von 1 147,23 Zählern.

In Erwartung der Bekanntgabe ihrer Gesamtjahreszahlen lagen die Aktien der Commerzbank im vorbörslichen Geschäft des Handelshauses Lang & Schwarz kaum verändert. Experten erwarten einen geringen Überschussausweis. Börsianer rechneten bei den anderen Finanztiteln mit leichten Verlusten und verwiesen zur Begründung auf die schwachen Vorgaben der US-Mitbewerber vom Freitag. Ein Händler sagte, es gebe zudem Spekulationen um die Stabilität des deutschen Bankensektors. "Man muß sehr mutig sein, um in Banken zu investieren."

Die Titel von Daimler-Chrysler verbilligten sich vorbörslich um rund 1,5 Prozent. Der Autmobil-Konzern plant einem Zeitungsbericht zufolge die Kürzung seiner Dividende um ein Drittel auf rund 1,50 Euro. Der Konzern wollte dies nicht kommentieren und verwies auf eine für Mittwoch geplante Stellungnahme zu dem Thema. Die übrigen Fahrzeug-Hersteller dürften Marktteilnehmern zufolge ebenfalls Beachtung finden, nachdem die deutschen Konzerne am Freitagabend ihre US-Absatzzahlen für Januar veröffentlicht hatten.

Der Chiphersteller Infineon hat Zeitungsberichten zufolge in den Verhandlungen um die Übernahme der Speicherchip- Sparte der südkoreanischen Hynix Semiconductor mehr Geld geboten als die US-Firma Micron Technology.

Die Deutsche Lufthansa hat am Wochenende ihre Prognose bekräftigt, für 2001 die Gewinnschwelle zu erreichen. Für 2002 sei eine Prognose aber noch nicht möglich, hieß es.

Der spanische Erotikartikel-Anbieter Private Media hat seinen ursprünglich für Montag geplanten Gang an den Neuen Markt verschoben. Das Unternehmen verwies dabei auf das schlechte Marktumfeld. Es wäre der erste Börsengang ins Wachstumssegment der Deutschen Börse seit mehr als einem halben Jahr gewesen.

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