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Commerzbank will im Private Banking stärker wachsen als der Markt

Die Commerzbank will durch einen neuen Marktauftritt des Geschäftsfelds Private Banking im Geschäft mit vermögenden Privatkunden stärker wachsen als der Markt.

dpa-afx FRANKFURT. Die Commerzbank will durch einen neuen Marktauftritt des Geschäftsfelds Private Banking im Geschäft mit vermögenden Privatkunden stärker wachsen als der Markt. "Wir rechnen bei den Erträgen mit einem Wachstum von acht bis zehn Prozent jährlich", sagte der bei der Commerzbank für das Private Banking zuständige Manager, Sebastian Klein, am Freitag in Frankfurt. Das Marktwachstum bezifferte er auch sechs bis sieben Prozent. Im laufenden Jahr sei der angestrebte Zielkorridor von acht bis zehn Prozent bereits erreicht worden. Die drittgrößte deutsche börsennotierte Bank wolle sich im Rahmen ihrer expansiven Privatkundenstrategie auch verstärkt auf vermögende Kunden konzentrieren. Klein schloss Zukäufe in dem Bereich nicht aus.

Die Commerzbank hat im laufenden Jahr die Zahl der Standorte für Private Banking um sieben auf 34 erhöht. Im ersten Quartal 2005 sollen zwei weitere folgen. Der für das Privatkundengeschäft der Bank zuständige Vorstand, Achim Kassow, sagte: "Es ist Zeit für ein neues Private Banking. Ein paar edle Büros in wenigen Ballungszentren reichen nicht. Unsere Wettbewerber konzentrieren Private Banking auf die Metropolen. Wir gehen dahin, wo unsere Kunden sind. 36 echte Kompetenzzentren deutschlandweit, das ist Private Banking auch für den Mittelstand."

Marktführer

Die Commerzbank sieht sich mit einem verwalteten Vermögen von rund 20 Mrd. Euro Ende 2003 bei mehr als 20 000 Kunden als Nummer drei im deutschen Markt hinter Deutsche Bank und Dresdner Bank für vermögende Privatkunden. Im laufenden Jahr sei das verwaltete Vermögen um netto fünf Prozent gestiegen, sagte Klein. Der weltweite Marktführer in diesem Segment, die Schweizer UBS , hatte vor kurzem bekannt gegeben, mit der Übernahme des Bad Homburger Vermögensverwalters Sauerborn Trust das verwaltete Vermögen in Deutschland von zehn auf 16 Mrd. Euro zu steigern. Auch die Deutsche Bank und die Dresdner Bank hatten in den vergangenen Wochen angekündigt, im Segment der vermögenden Privatkunden wachsen zu wollen.

Nach der Einschätzung Kassows, der vor einem Monat von der Commerzbank-Tochter comdirect in den Vorstand der Mutter wechselte, hat sich die Commerzbank im Bereich Vermögensverwaltung bisher unter Wert verkauft. "Die Commerzbank agiert im Private Banking seit Jahren sehr erfolgreich, aber auch äußerst diskret. Gegenüber unseren Kunden ist das selbstverständlich, aber im Mark werden wir künftig mehr Flagge zeigen", sagte er.

IN Deutschland 500 000 BIS 600 000 Kunden

Kassow sieht in Deutschland 500 000 bis 600 000 Kunden, die über ein liquides Vermögen von mehr als 500 000 Euro verfügen. Neben dem verwalteten Vermögen wollte er keine Angaben über Ertragskennziffern des Bereichs machen. Er sagte lediglich, dass die Eigenkapitalrendite vor Steuern über derjenigen des gesamten Privatkundengeschäfts von zuletzt rund 22 Prozent liegt.

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