Commerzbank: Zwischenruf: Umarmte Cobra

Commerzbank
Zwischenruf: Umarmte Cobra

Der Feind von einst könnte künftig mit am Tisch der Commerzbank sitzen. Die von Aufsichtsratschef Martin Kohlhaussen so verachtete Aktionärsgruppe Cobra in die Verantwortung zu nehmen und in den Aufsichtsrat zu holen - das ist wohl die Idee des Commerzbank-Chefs Klaus- Peter Müller. Sein Kalkül kann aufgehen: Letztlich ziehen Bank und Cobra an einem Strang. Beide wollen und müssen den Aktienkurs nach oben treiben, und beide stehen strategischen Partnern aufgeschlossen gegenüber. Der Börse war der Zweikampf zwischen Cobra und Bank, lange Zeit über die Medien ausgetragen, höchst suspekt. Das hat Kurs wie Bank geschadet. Anders als Kohlhaussen hat Müller seit dem Amtsantritt im Mai 2001 versöhnliche Töne gefunden. Seither laufen die Debatten hinter geschlossenen Türen. Das hat die Börsianer beruhigt und Müller nach außen Luft verschafft. Cobra in den Aufsichtsrat zu holen, wäre konsequent: Cobra bekäme tieferen Einblick, müsste aber mehr Verantwortung tragen. Das sollte die Bank stabilisieren.

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