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Commerzbankchef Müller: Deutsche Banken spielen kaum noch eine Rolle

Der Chef der Commerzbank und designierte Bankenpräsident Klaus-Peter Müller sieht die Perspektiven der Branche in Deutschland skeptisch.

dpa-afx FRANKFURT. Der Chef der Commerzbank und designierte Bankenpräsident Klaus-Peter Müller sieht die Perspektiven der Branche in Deutschland skeptisch. "Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass die deutschen Banken im europäischen Vergleich keine nennenswerte Rolle mehr spielen", sagte Müller dem "Handelsblatt" (Donnerstag). "Wir reden immer noch so, als drohten die Banken aus anderen europäischen Ländern an uns vorbeizuziehen. Dabei ist das längst passiert."

Auch 2005 werde für die Banken kein leichtes Jahr, sagte Müller. Der hohe Ölpreis und die politischen Spannungen belasteten die Branche. "Mehr als eine Seitwärtsbewegung werden wir wohl wieder nicht sehen." Der Commerzbankchef schloss nicht aus, dass die lange angemahnte europäische Konsolidierung zunächst ohne die deutschen Banken stattfindet. "In gewisser Weise stecken wir in einer Sackgasse." Nach ihrem Marktanteil sei keine private Bank attraktiv. Genauso sehe es bei der Marktkapitalisierung aus, und auch bei der Profitabilität hinkten die Banken weit hinterher. Die Ergebnisse seien die Schraube, an dem die Banken am ehesten drehen könnten.

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