Archiv
Commonwealth weist Simbabwe-Vorschlag zurück

Die Konferenz der Commonwealth-Länder hat am Montag entschieden, zunächst keine Sanktionen gegen das afrikanische Simbabwe zu erlassen. Damit wies sie einen Vorschlag des britischen Premierministers Tony Blair zurück, der sich für sofortige Maßnahmen ausgesprochen hatte.

rtr COOLUM. Die Staats- und Regierungschefs der 54 meist ehemaligen Kolonien Großbritanniens setzten jedoch ein Komitee ein, das die Präsidentschaftswahlen in Simbabwe am kommenden Wochenende beobachten und kontrollieren soll. Sollten die Wahlen nicht frei oder fair verlaufen, werde man Maßnahmen beschließen, möglicherweise auch eine Aufhebung der Wahl, hieß es in einer Erklärung der Konferenz. Sie tagte vier Tage lang im australischen Coolum.

Blair hatte vorgeschlagen, Simbabwes Mitgliedschaft im Commonwealth bereits vor der Wahl auszusetzen. Die simbabwische Opposition und ausländische Beobachter haben dem Präsidenten des Landes, Robert Mugabe, vorgeworfen, Wähler einzuschüchtern. Zudem warnten sie vor Wahlfälschungen.

Die Konferenz war tief gespalten in der Frage Simbabwes. Australischen Angaben zufolge schieden sich die Länder entlang der Linie Schwarz-weiß. Großbritannien, Australien und Neuseeland waren für sofortige Sanktionen, die afrikanischen Mitglieder waren dagegen. Sie machen etwa ein Drittel der Gruppe aus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%