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Compaq verfehlt reduzierte Prognosen

Compaq verfehlt die bereits massiv reduzierten Gewinnerwartungen um einen Cent je Aktie.

Der größte PC-Hersteller der USA erwirtschaftete im ersten Quartal einen Gewinn von zwölf Cents pro Aktie. Bereits vor einem Monat hatte der Konzern die Gewinnprognosen massiv reduziert. Das Ergebnis solle demnach mindestens 13 Cents pro Aktie betragen und damit fast 40 Prozent unter dem ursprünglich prognostizierten Ergebnis liegen.

Der Umsatz ging im gleichen Zeitraum um 21 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar zurück. Auch hier hatte das Unternehmen nach Überprüfung der Marktentwicklung die Plandaten um 600 Millionen Dollar reduziert. Compaq hatte in den vergangenen drei Monaten vor allem unter der rückläufigen Investitionsentwicklung in den Telekommunikationssektor zu leiden. Durch die Kürzung der Ausgaben in diesem Sektor ging Compaqs Absatz bei Servern, Hochleistungsrechnern und Geschäftsnetzwerken merklich zurück.

Neben der allgemein schlechten Nachfragelage machte dem Unternehmen zusätzlich der von Rivale Dell angesagte Preiskampf zu schaffen. Der werde auch im zweiten Quartal andauern, warnte Vorstandsvorsitzender Michael Capellas die Anleger vor. Laut Garten Dataquest übernahm Dell vor Compaq erstmals im März die weltweite Marktführerschaft auf dem PC-Markt. Die laufenden Monate böten zwar Chancen, stelle aber nach wie vor eine Herausforderung dar, so der Firmenchef weiter. Compaq will weiterhin daran arbeiten, Kosten zu senken, Lagerbestände abzubauen und in innovative Geschäftsbereiche zu investieren. Die Aktie konnte seit Anfang April rund 30 Prozent gut machen, verliert aber im nachbörslichen Handel an Wert.

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