Computer für Schulen
Microsoft schließt Vergleich

Der Softwarekonzern Microsoft Corp. hat sich mit einer Gruppe privater Kläger auf einen Vergleich geeinigt. Die Einigung sieht vor, dass der Konzern aus Redmond/Washington in einem Zeitraum von fünf Jahren mehr als 14 000 der ärmsten Schulen der USA mit Computern und Software ausstattet.

NEW YORK. Nach ersten Schätzungen wird dies Microsoft rund 1,1 Mrd. $ kosten - der Konzern verfügt über Barreserven in Höhe von 36 Mrd. $. Die Details des Planes müssen noch ausgehandelt werden, hieß es aus Anwaltskreisen.

Die Kläger hatten vorgebracht, dass Microsoft seine Marktmacht bei Betriebssystemen missbraucht und von den PC-Käufern in den USA zu hohe Preise verlangt habe. Wenn der zuständige Richter, J. Frederick Motz, zustimmt, werden die meisten privaten Kartellklagen gegen den Konzern mit dem Vergleich beigelegt.

Der Vorschlag, die Schulen als Begünstigte der Einigung einzusetzen, kam von Michael Hausfield, einem Anwalt der Klägerseite. Der Grund für den ungewöhnlichen Vorschlag: Die Klage ist als Sammelklage zugelassen, die Zahl der Begünstigten schätzen die Anwälte auf mindestens 65 Millionen - im Falle eines Vergleichs oder Gewinns der Kläger würde jeder Einzelne kaum 10 $ erhalten. Das wäre weniger als es kostet, die Geschädigten zu finden und ihnen ihr Geld zukommen zu lassen.

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