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Computer überwacht Losverfahren

Die Namen der möglichen Gegner sind klangvoll, das Verfahren ist kompliziert: Mit einem Computer als Supervisor geht die mit Spannung erwartete Auslosung über die Bühne.

dpa HAMBURG. Die Namen der möglichen Gegner sind klangvoll, das Verfahren ist kompliziert: Mit einem Computer als Supervisor geht die mit Spannung erwartete Auslosung über die Bühne.

Im Hauptquartier der Europäischen Fußball-Union (Uefa) im schweizerischen Nyon werden das lukrative Champions-League-Achtelfinale und die Runde der letzten 32 im Uefa-Pokalwettbewerb ausgelost. "Eigentlich ist uns jeder Gegner recht. Aber ich würde sehr gerne mal auf der Insel spielen", sagte Bayer Leverkusens Mannschaftskapitän Jens Nowotny mit Blick auf die Partien am 22./23. Februar und 8./9. März 2005.

Der Wunsch des Nationalspielers könnte sich erfüllen. Denn Bayer 04 kann als Vorrunden-Gruppensieger auf Titelverteidiger FC Porto, den PSV Eindhoven, den FC Barcelona, aber auch auf Manchester United oder den FC Liverpool treffen, die ihre Gruppen jeweils als Zweitplatzierte abschlossen. Meister Werder Bremen und Rekordchampion Bayern München wiederum müssen aus demselben Grund nun Gruppensieger aus dem Weg räumen: AS Monaco, Olympique Lyon, Arsenal und Chelsea London sowie AC Mailand sind für das DFB-Duo mögliche Gegner. Hinzu kommen noch Inter Mailand (Bayern) bzw. Juventus Turin (Werder).

Andere Varianten sind auf Grund der Uefa-Regularien nicht möglich. Diese sehen erstens vor, dass Vereine aus einem Landesverband nicht zueinander gelost werden. Bei vier englischen, je drei deutschen und italienischen sowie je zwei spanischen und französischen Mannschaften unterliegen 14 der 16 Clubs damit Einschränkungen. Zweitens kann es nicht zur Wiederholung von Gruppenphasen-Duellen kommen: So sind die Begegnungen Leverkusen - Real Madrid, Bayern - Juventus und Werder - Inter ausgeschlossen. Drittens treffen Gruppenerste stets auf Gruppenzweite, wobei viertens festgelegt ist, dass letztere zunächst Heimspiele haben. Problem: Da der AC und Inter Mailand beide Gruppensieger wurden und beide im Giuseppe-Meazza-Stadion antreten, findet Inters Heimspiel erst eine Woche später (15. März 2005) statt.

Die komplett in die Runde der Top-16 durchmarschierten DFB-Vertreter haben keine Angst vor großen Namen. "Alle sind herzlich willkommen in München. Wir haben den Anspruch, die Champions League zu gewinnen - da kann kommen, wer will", betonte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Auch Torjäger Roy Makaay ist der Gegner "egal, denn im Topf sind alles gute Mannschaften". Brisant wäre ein erneutes Duell mit Lyon und Giovane Elber, die die Bayern im Vorjahr (1:1/1:2 mit einem Elber-Tor) in der Vorrunde schon einmal ärgerten. Den SV Werder reizt laut Manager Klaus Allofs der FC Chelsea ("Das wäre ganz besonders reizvoll"), während Abwehrspieler Valérien Ismael meinte: "Eigentlich ist es egal, auf wen wir treffen. Aber wenn wir im Weser-Stadion einen absoluten Top-Club begrüßen dürften, wäre es eine tolle Sache."

Auch im Uefa-Cup ist für die 32 verbliebenen Vereine, darunter die acht in der Champions League gescheiterten Gruppendritten, vieles reglementiert. Die drei DFB-Vertreter können auch hier nicht aufeinander treffen. Zwischenrunden-Gruppensieger VfB Stuttgart erhält einen Gruppendritten, Alemannia Aachen umgekehrt einen Gruppensieger. Und der FC Schalke 04, der vor den letzten Partien am Donnerstagabend Gruppenplatz zwei belegte, müsste gegen einen aus der Champions League "abgestiegenen" Verein antreten. Gruppensieger und - Zweite haben den Vorteil, dass sie zunächst auswärts antreten dürfen.

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