Computerprogramm soll Hüftoperationen vergleichen
Datenbank verbessert Behandlung

Eine spezielle Datenbank soll für mehr Vergleichbarkeit und Transparenz bei der Behandlung von Hüftschäden sorgen. Mit dem "Eurohip"-Projekt wollen die Bertelsmann Stiftung, die Orthopädische Klinik der Universität Ulm und die Schweizer Firma Centerpulse die Behandlungsmöglichkeiten verbessern und gleichzeitig Kosten senken.

lex DÜSSELDORF. Die Eurohip-Datenbank soll helfen, Krankheits- und Behandlungsverläufe zu analysieren und vergleichbar zu machen. Unter anderem soll sie Punkte aufdecken, an denen Einsparungen möglich sind oder Abläufe verbessert werden können. "Auf diese Weise kann Eurohip zu einer verbesserten, effizienteren medizinischen Versorgung beitragen", sagt einer der wissenschaftlichen Leiter des Projekts, Wolfhart Puhl von der Universitätsklinik Ulm. In den USA verringerten Standardisierungsprogramme die Kosten um bis zu 20 %. Die Bertelsmann Stiftung investiert 300 000 Euro in das Projekt; die Centerpulse AG beteiligt sich mit 270 000 Schweizer Franken.

Jeder zweite Deutsche über sechzig leidet laut Bertelsmann Stiftung an Gelenkbeschwerden, pro Jahr werden hier zu Lande über 160 000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt. Und durch die demographische Entwicklung sei in den kommenden Jahren mit einem drastischen Anstieg zu rechnen. Im internationalen Vergleich unterschieden sich jedoch Zeitpunkt, Behandlungsart und Kosten einer Hüftoperation erheblich: So könnten Ärzte zum Beispiel zwischen über 180 verschiedenen Prothesentypen wählen.

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