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Computerwerte rauf, Chipaktien runter

Chipwerte und Computerwerte legen heute Mittag eine Gegenbewegung aufs Parkett.

Die Halbleiterbranche gerät zum Wochenauftakt erneuert unter Druck nachdem Brokerhaus Salomon Smith Barney Chipaktien wieder als Sorgenkind bezeichnen. Die saisonale Erholung im PC-Markt lasse noch immer auf sich warten und daher bestehe eine Gefahr von Absatzproblemen. Dementsprechend schwach entwickeln sich auch weiterhin die Preise für Chips. Das Analystenhaus rechnet damit, dass Intel Morgen einen Gewinn von 37 Cents pro Aktie melden wird, also rund zwei Cents weniger als die Konsensschätzungen. Intel führt seit den Morgenstunden die Dow Jones und die Nasdaq Verliererliste an. Auch für andere Chipproduzenten wie Xilinx und Micron Technologies geht es abwärts



Ins Fäustchen lachen kann sich dagegen die Computerbranche. IBM führt den Sektor an. Merrill Lynch hat dem Big Blue kräftig unter die Arme gegriffen, indem das Analystenhaus die Gewinnerwartungen angehoben haben. Außerdem schlägt Merrill Lynch die Bedenken der Investoren bezüglich des Umsatzwachstums in den Wind. Eine Marktumfrage des Brokerhauses deutet auf ein unerwartet robustes Wachstum in der für IBM schwierigen Hardware-Sparte. Die Unix-Server- und der PC-Bereich scheinen sich ausgesprochen erfreulich zu entwickeln. Noch wichtiger: Die Nachfragetrends deuten in allen Hardware-Segmenten auf Wachstum.



Seit Jahren kursieren Gerüchte einer Chevron und Texaco-Fusion, an diesem Montag wird sie endlich gemeldet. Für 45,4 Milliarden Dollar inklusive Verbindlichkeiten übernimmt Chevron den Konkurrenten. Pro Texaco-Aktie werden Investoren mit jeweils 0,77 Chevron-Aktien abgefunden. Die Übernahmeprämie beläuft sich damit auf "nur" 18 Prozent. Die Analystenwelt scheint den Deal jedoch zu begrüßen. "Sowohl aus strategischen als auch finanziellen Gesichtspunkten dürfte sich die Fusion bezahlt machen", meint Arjun Murti von der Investment Bank Goldman Sachs. Chevron verliert um 5,5 Prozent, Texaco tendiert rund drei Prozent stärker.



Boeings

Kurswert profitiert von einem Großauftrag von Singapore Airlines. Der Flugzeugbauer erhält für den Bau von mindestens sechs 747-Maschinen einen Preis von insgesamt 1,1 Milliarden Dollar. Analysten prophezeien Boeing ein steigendes Auftragsvolumen. Der Grund ist die weltweit wachsende Nachfrage nach Fracht- und Passagiermaschinen, die Boeing zur Zeit mit den 747 Maschinen schneller befriedigen kann als Airbus. Der Boeing-Wert liegt mit drei Prozent im Plus.



Polaroid verliert im frühen Handel rund ein Fünftel seines Marktwertes. Der Hersteller von Sofortbildkameras enttäuschte die Investoren mit unerfreulichen Quartalszahlen. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn für das dritte Quartal blieben hinter den Schätzungen der Analysten zurück. Konkurrent Eastman Kodak dürfte es nicht besser ergehen. Der Konzern gab bereits vor drei Wochen einen Gewinnwarnung aus.



Zahlreiche Quartalszahlen sollten dem Markt weitere Impulse geben. An diesem Montag melden folgende Unternehmen Ergebnisse: Altera 28 Cents, Coca Cola 26 Cents, Merrill Lynch 85 Cents, Bank of America 1,30 Dollar, Novellus Systems 61 Cents. Bis einschließlich Freitag dem 13. haben 71 Unternehmen des S&P 500 Indexes Quartalszahlen vorgelegt. Davon konnten 42 oder 59,2 Prozent die Schätzungen der Analysten schlagen.

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