Consors-Chef: IPO Markt ist ausgetrocknet
Consors schließt Investment-Banking-Sparte

Der mit der französischen Cortal fusionierende Discount-Broker Consors will seine Investment-Banking-Sparte mit 45 Mitarbeitern in Frankfurt schließen.

Reuters NÜRNBERG. Die Tochter Consors Capital werde sich auf die Bereiche Privatkundengeschäft und Finanzmarkt-Dienstleistungen konzentrieren, teilten Cortal und Consors am Dienstag in Nürnberg mit. Hintergrund sei das seit 2001 rückläufige Marktumfeld für Börsengänge. "Heute müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass der IPO Markt ausgetrocknet ist", erklärte Consors-Chef Karl Matthäus Schmidt. "Deshalb wird das Investment Banking Business in Frankfurt eingestellt."

Die Cortal-Mutter BNP hatte am 12. Juni ein Übernahmeangebot für die hoch defizitäre Consors abgegeben und hält mittlerweile mehr als 95 Prozent der Aktien. Derzeit schließen sich Consors und Cortal unter dem Namen CortalConsors zum größten europäischen Online-Broker zusammen. Die übrigen Kleinaktionäre sollen über ein so genanntes Squeeze-Out-Verfahren aus der Gesellschaft gedrängt werden. Nach Steuern musste Consors in den ersten sechs Monaten 2002 einen Verlust von 159 Millionen Euro verbuchen. Wie alle Discount-Broker leidet die Gesellschaft unter der Börsenflaute und muss sparen.

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