Consors gefragt
Neuer Markt beendet Gewinnserie

Die Aktienindizes am Neuen Markt sind am Montag gesunken und haben damit eine Serie von drei Tagen mit Gewinnen zunächst einmal beendet.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Nemax 50 stand am Montagabend um 0,25 Prozent niedriger auf 1075 Punkten. Der Nemax All Share sank am ersten Handelstag nach dem fünften Geburtstag des Wachstumssegments der Deutschen Börse um 0,63 Prozent auf 1 055 Punkte.

"Die Umsätze sind gering und es gibt die Tendenz eher Aktien zu verkaufen", sagte ein Händler in Frankfurt. Zudem hätten negative Unternehmensmeldungen den Aktienkurs einiger Unternehmen belastet. Die Aktien der Morphosys AG verloren nach einer Berg- und Talfahrt 4,67 Prozent und kosteten 43,85 Euro. "Die Zahlen waren sehr schlecht und der Finanzmarkt ist nicht sicher, wie die Neuausrichtung des Biotechnologieunternehmens gewertet werden soll," sagte ein Wertpapierhändler. Morphsys habe zudem ein Patentrechtsverfahren gegen einen britischen Mitbewerber gewonnen. Ein anderer Börsianer sagte: "Das ist so eine 50-zu-50-Chance, wie es sie derzeit oft am Neuen Markt gibt." Die Nachrichten könnten gut sein, sie müssten es aber nicht sein.

Die Zahlen des Chipkartenherstellers ACG werteten Börsianer trotz eines Verlustes von 8,2 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr als positiv. "Die Zahlen sind nun da, die Luft ist raus, und es werden Gewinne mitgenommen," begründete ein Wertpapierhändler den Kursverlust von 13,14 Prozent auf 6,08 Euro.

Wieder ins Spiel gebrachte Spekulationen ließen den Aktienkurs des zum Verkauf stehenden Discountbrokers Consors um 11,64 Prozent auf 14,10 Euro steigen. Eine Privatanlegerzeitung hatte berichtet, die französische Großbank BNP Paribas wolle mehr als 17 Euro pro Aktie zahlen. Dieses Gebot hatte die Bank als "lächerlich" zurückgewiesen. Händler sprachen von hohen Umsätzen in der Aktie. "Das könnte daraufhin deuten, dass sich jemand über den Aktienmarkt einkaufen will," sagte ein Wertpapierhändler in Düsseldorf.

Der Aktienpreis der Ceyoniq AG brach nach einem Rekordverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr um über die Hälfte auf 1,66 Euro ein. Ein Händler in Frankfurt sagte: "Der Verlust von 110 Millionen ist schon fast Insolvenz verdächtig - da steigen die Anleger mittlerweile unter allen Umständen aus."

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