Consors und MobilCom unter Druck
Nemax: Nochmals Verlust

Angesichts fehlender positiver Nachrichten und einer Fokussierung der Anleger auf Standardwerte haben die Wachstumswerte am Neuen Markt am Mittwoch weiter nachgegeben. "Die wenigen Anleger am Markt konzentrieren sich zurzeit auf die Standardwerte im Dax", sagte Aktienhändler Stefan Chmieleski vom Börsenmakler Schnigge.

HB/ rtr - FRANKFURT. Trägheit charakterisiere dagegen das Bild am Neuen Markt. Im Blickpunkt des Marktgeschehens standen die Kursabschläge bei den Aktien von Consors und MobilCom. Der Auswahl- Index NEMAX 50 sank um 2,72 Prozent auf 978,40 Zähler. Bereits am Vortag hatte der Nemax50 0,5 Prozent nachgegeben und zeitweise die psychologisch wichtige Marke von 1000 Punkten unterschritten. Indes deutete der Future für die US-Technologiebörse Nasdaq eine freundliche Eröffnung an.

CONSORS - UND COMROAD-AKTIEN UNTER DRUCK

Im Fokus standen unter anderem die Papiere der zum Verkauf stehenden Direktbank Consors , die um 0,40 Euro auf 12,35 Euro fielen. Händler sagten, die Verzögerung beim Verkauf laste auf der Aktie. Ursprünglich sollte Consors bis Ende März verkauft sein. Klaus Baumann, Analyst bei SES Research, sagte: "Ich glaube, der Kaufpreis wird sich in Höhe des aktuellen Kursniveaus bewegen." Größere Kursschwankungen nach dem Verkauf seien daher nicht zwingend zu erwarten.

Mobilcom -Anteile verbilligten sich um 0,59 Euro auf 11,76 Euro. Die Hauptgläubigerbanken von MobilCom sollen sich bei dem geplanten Kauf des Aktienpakets von Mobilcom-Chef Gerhard Schmid nach Informationen des Anlegermagazins "Telebörse" zu einer dreijährigen Haltefrist verpflichten.

An der Spitze der Liste der Kursverlierer standen die Anteilsscheine von Comroad , die um 0,20 Euro auf 1,00 Euro nachgaben. "Das steht wohl noch im Zusammenhang mit der Verhaftung des ehemaligen Vorstandschefs", sagte ein Börsianer. Nach Angaben der Münchener Staatsanwaltschaft vom Dienstag ist der Ex-Comroad-Chef Bodo Schnabel wegen des Verdachts des Kursbetrugs verhaftet worden. Die Deutsche Börse hat eine Fristverlängerung für die Übermittlung des Jahresabschlusses des Telematik-Anbieters abgelehnt. Daher sei die Zulassung für den Neuen Markt gefährdet, teilte Comroad am Mittwoch in Unterschleißheim mit. Die Gesellschaft will gegen den Beschluss Rechtsmittel einlegen. Comroad sollte den Jahresabschluss bis Ende März bei der Deutschen Börse vorlegen. Mit der beantragten Verlängerung sollte die Frist bis Ende April gestreckt werden. Sollte der Widerspruch keinen Erfolg haben, würde ein Wechsel von Comroad an den Geregelten Markt erfolgen, hieß es.

Gegen den schwachen Markttrend legten bei sehr dünnen Umsätzen die Titel von MorphoSys 0,10 Euro auf 40,10 Euro zu. Das Biotechnologie-Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Antikörper gegen ein Zielmolekül (spezifischer Ansatzpunkt für die Entwicklung neuartiger Medikamente) von ImmunoGen zur Behandlung von Krebs geliefert und erhält dafür eine Meilensteinzahlung in nicht genannter Höhe.

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