Constantin Film gaben um über 17 Prozent nach
Neuer Markt schließt schwach

Am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse ist es am Freitag nach Bekanntwerden eines neuen Milzbrandfalls in den USA weiter bergab gegangen. Händler verwiesen auf die New Yorker Technologiebörse Nasdaq, die nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten im Minus eröffnet hatte. Der Nemax 50 gab 3,29 % auf 902,06 Punkte nach. Der Nemax All Share verlor 3,72 % auf 918,61 Stellen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Handel war bereits zuvor durch den stärksten Rückgang der US- Einzelhandelsumsätze seit zehn Jahren belastet worden. Die Umsätze waren im September mit 2,4 % deutlicher gefallen als erwartet. Volkswirte hatten mit einem Minus von 0,6 % gerechnet. Einen vergleichbar starken monatlichen Rückgang hatte es mit 2,2 % zuletzt im Januar 1991 nach dem Beginn des Golfkriegs gegeben.

"Es war ja zu erwarten, dass es mal wieder abwärts geht", sagte ein Händler. "Aber so richtig abwärts geht es ja nicht." Dabei seien auch die US-Erzeugerpreise "ganz schlecht" ausgefallen.

Die größten Kursverluste im Nemax 50 verzeichneten Constantin Film , nachdem der Filmrechtehändler und-produzent seine zweite Gewinnwarnung im laufenden Geschäftsjahr ausgegeben hatte. Constantin verloren 17,26 % auf 6,95 Euro. "Wenn die Aktie unter 6 Euro fällt, könnte es zu spät sein, um sie zu verkaufen", schrieben unterdessen die Analysten von ABN Amro. Eine Herunterstufung der Aktie werde erwogen.

An der Spitze der Gewinnerliste befanden sich Werte, die im weitesten Sinne mit Aufbau und Betrieb optischer Netzwerke zu tun haben. Händler führten dies darauf zurück, dass der US-Netzwerk-Ausrüster Juniper Networks am Vortag mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen des Marktes übertroffen hatte. Pandatel legten 10,85 % auf 10,42 Euro zu. Adva verbesserten sich um 6,22 % auf 2,56 Euro.

Die Direktbanken zeigten sich uneinheitlich. Consors verloren 7,68 % auf 10,70 Euro. Direkt Anlage Bank verbilligten sich um 0,66 % auf 10,50 Euro. Ein Händler bezeichnete die Kursgewinne der vorangegangenen Tage als übertrieben. An den fundamentalen Unternehmensdaten habe sich schließlich nichts geändert.

"Auch wenn die Institute im vierten Quartal durch extreme Kostensenkungsprogramme vielleicht mal schwarze Zahlen schreiben sollten, bleibt das operative Geschäft im Gegensatz zur Konkurrenz mit einem Plus von 8,85 % auf 7,26 Euro sogar auf Platz zwei der Gewinnerliste im Nemax 50.

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