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Constantin Film will Marge stabil halten

Die Produktionsfirma Constantin Film hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit erfolgreichen Eigen- und Co-Produktionen den Verlust deutlich verringert. Für das laufende Jahr geht das Unternehmen aber allenfalls von einer moderaten Verbesserung aus.

Reuters FRANKFURT. Die Produktions- und Verleihfirma teilte am Freitag in München mit, sie habe 2002 bei einem Umsatz von 131,2 (Vorjahr 127,3) Millionen Euro einen Verlust von 1,1 (10,8) Millionen Euro verbucht. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei ein Gewinn von 4,8 (Vorjahresverlust 15,9) Millionen Euro entstanden, was einer Ebit-Marge von 3,6 Prozent entspreche.

"Die Verbesserung der Marge resultiert im Wesentlichen aus den erfolgreichen Eigen- und Co-Produktionen", erklärte das Unternehmen, dessen Großaktionär der Filmproduzent Bernd Eichinger ist. Die Fremdproduktionen seien dagegen deutlich zurück gefahren worden. Neben Eigenproduktionen verleiht Constantin auch andere Filme, von denen in den vergangenen Jahren einige an der Kinokasse enttäuschten. Vor allem so genannte "Output-Deals" mit Hollywood-Studios, bei denen ganze Filmpakete im Voraus übernommen werden, haben sich als problematisch erwiesen. Diese Verträge fahre Constantin immer mehr zurück, sagte eine Firmensprecherin.

"In der seit 2001 anhaltenden schweren Krise der deutschen Medienlandschaft zeichnet sich auch für das laufende Jahr keine Besserung ab", erklärte Constantin. 2003 solle der Umsatz 120 bis 135 Millionen Euro betragen, die Ebit-Marge erwartet Constantin bei drei bis fünf Prozent.

Constantin teilte zugleich mit, zum neuen Vorstandsvorsitzenden den früheren ZDF-Unterhaltungschef und Kirch-Manager Fred Kogel zu berufen. Kogel werde zum 2. April zum Vorsitzenden des Vorstands berufen. Sein Aufsichtsratsmandat bei Constantin werde er dafür niederlegen.

Die im Geregelten Markt notierte Constantin-Aktie stieg am Freitagvormittag um 3,7 Prozent auf 2,80 Euro.

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