Constantin-Übernahme belastet erwartungsgemäß
Highlight-Gewinn sinkt im dritten Quartal

Die Übernahme des Filmproduzenten Constantin hat die Neunmonats-Bilanz des Schweizer Rechtehändlers Highlight deutlich belastet. Für 2004 soll die Highlight-Bilanz jedoch in allen Bereichen schwarz werden.

HB PFÄFFIKON. Wegen des Verlustbeitrags der Constantin Film AG sei der operative Gewinn um 41 Prozent auf 14,7 Millionen Schweizer Franken (rund 9,4 Millionen Euro) gesunken, teilte die im SDax gelistete Gesellschaft am Donnerstag mit. Der Konzerngewinn nach Steuern und Minderheiten ging um 14 Prozent auf 10,7 Millionen Franken zurück. Der Konzernumsatz stieg hingegen um mehr als die Hälfte auf 175,7 Millionen Franken, nachdem Constantin erstmals voll konsolidiert wurde.

Für das laufende Geschäftsjahr halte Highlight an der Prognose fest, einen Gewinn je Aktie von mindestens 0,17 Euro zu erwirtschaften, teilte das Unternehmen mit. Highlight-Papiere gewannen am Vormittag in einem freundlichen Gesamtmarkt rund ein Prozent auf 2,91 Euro.

Im April hatte Highlight Communications von EM.TV deren 16,4-prozentigen Anteil an Constantin, dem Produzenten von deutschen Kinoerfolgen die "Der Schuh des Manitu" oder "Werner". übernommen und zugleich den Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreitet. Nachdem Constantin zunächst Abwehrmaßnahmen gegen die Offerte erwogen hatte, kam es Anfang Juni dann zu einem Kompromiss. Aktuell hält Highlight eigenen Angaben zufolge knapp 58 Prozent an dem Filmproduzenten und-verleiher.

In den ersten drei Quartalen hat Constantin vor Zinsen und Steuern (Ebit) einen Verlust von 8,3 (Vorjahr plus 2,1) Millionen Euro verbucht und geht angesichts der Wirtschaftsflaute, der Auswirkungen des "Jahrhundertsommers" sowie der angespannten Lage der deutschen Kinobranche auf für 2003 weiter von roten Zahlen aus. Bereits 2004 soll Constantin aber einen positiven Geschäftsbeitrag leisten, prognostizierte Highlight.

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