Contentqualität als Erfolgsfaktor für die digitale Wirtschaft
Nutzer kommt von Nutzen

Knapp 27 Millionen Menschen in Deutschland nutzen das Internet - doppelt so viele wie noch vor drei Jahren. Das bedeutet aber auch: zwei Drittel der Bevölkerung haben das World Wide Web noch nicht für sich entdeckt. Dem (N)Onliner Atlas 2002, einer aktuellen Studie zur Internetnutzung, zufolge ist es neben zu hohen Kosten und mangelnder Technikkompetenz vor allem fehlender persönlicher Nutzen, der das Internet für die "Offliner" unattraktiv macht. Die Herausforderungen an die Unternehmen der digitalen Wirtschaft in Deutschland sind damit klar definiert: Wenn das große Potenzial der Nicht-Nutzer ausgeschöpft werden soll, müssen neben leicht bedienbaren, kostengünstigen Zugangsmöglichkeiten noch stärker zielgruppenspezifische Inhalte mit klarer Orientierung an den Bedürfnissen der User angeboten werden - sprich: Content muss dem Nutzer auch wirklich nutzen.

Qualitativ hochwertiger Content ist somit die Grundvoraussetzung für wirtschaftlich erfolgreiche Internetangebote. Redaktionelle Inhalte sollten aktuell, gut strukturiert und sauber recherchiert sein, Services wie E-mail, Suchfunktionen oder Terminkalender so angelegt sein, dass sie dem User das Leben leichter machen. Qualität zeigt sich auch in der Aufbereitung des Contents: Inhaltskonzepte müssen die Zielgruppen dauerhaft binden sowie ein Gemeinschaftsempfinden der User untereinander aufbauen. Denn wer in einem Onlineangebot umfassende Informationen zu seinen persönlichen Interessen findet, sich mit Gleichgesinnten austauschen kann und sich auch noch gut unterhalten fühlt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Stammgast und damit zum wichtigen Umsatzträger beim Anbieter.

Vorteil für große Medienkonzerne

Für die Erstellung des Contents kommt der eigenen Redaktion der Anbieter die wichtigste Rolle zu: Sie sichert die Aktualität, Vielfalt und Exklusivität der Inhalte. Contentpartnerschaften mit etablierten, externen Anbietern sind vor allem bei einem breiten Themenspektrum und der Bedienung von Nischenthemen als Ergänzung sinnvoll. Onlineanbieter, die zu einem großen Medienkonzern gehören, sind bei der Contentproduktion klar im Vorteil. Sie verfügen einerseits über umfassende redaktionelle Erfahrung und haben andererseits direkten Zugriff auf eine Vielzahl von Inhalten anderer Konzernbereiche wie beispielsweise Nachrichten, Musik oder Filme.

Die Zukunft des Internet ist mobil. Inhalte werden von jedem Ort aus über verschiedenste Endgeräte wie PDA, Notebook oder neueste technologische Innvoationen wie i-mode abgerufen. Allein die Zahl der Mobiltelefone liegt in Deutschland bei fast 60 Millionen. Der Trend zum mobilen Internet erhöht die Anforderungen an die Inhalte zusätzlich: Je mobiler die Endgeräte, desto größer ist das Bedürfnis der User nach Kommunikationsformen, die sie von unterwegs aus bedienen können wie eMail oder Instant Messaging (Online-Telegramme) sowie lokalen Inhalten und standortbezogenen Informationen wie Verkehrsnachrichten oder Restauranttipps. Die Anbieter stehen vor der Aufgabe, sowohl Inhalte variabel - je nach technischer Plattform - aufzubereiten als auch innovative Contentformate zu entwickeln. Die Forderung nach Nutzen für die Nutzer gilt also in Zukunft mehr denn je.

Der Autor ist Geschäftsführer der Interactive Services AOL Deutschland.

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