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Continental weiter auf Wachstumskurs - Optimistischer für Gesamtjahr

(dpa-AFX) Hannover - Der Automobilzulieferer Continental < CON.ETR > bleibt auf Wachstumskurs. Nach einem erfolgreichen ersten Quartal präsentierten die Hannoveraner auch für das zweite Quartal ein besseres operatives Ergebnis (Ebit) als noch im Vorjahr. Dabei übertraf der Konzern am Montag die Erwartungen der Analysten. Allerdings belasteten Kosten für die Ende Juni angekündigte Einstellung der Reifenproduktion im US-Werk Mayfield das Ergebnis mit knapp 100 Millionen Euro.

(dpa-AFX) Hannover - Der Automobilzulieferer Continental < CON.ETR > bleibt auf Wachstumskurs. Nach einem erfolgreichen ersten Quartal präsentierten die Hannoveraner auch für das zweite Quartal ein besseres operatives Ergebnis (Ebit) als noch im Vorjahr. Dabei übertraf der Konzern am Montag die Erwartungen der Analysten. Allerdings belasteten Kosten für die Ende Juni angekündigte Einstellung der Reifenproduktion im US-Werk Mayfield das Ergebnis mit knapp 100 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr passte der Konzern seine Prognose an. "Es zeichnet zeichnet sich ab, dass wir das operative Vorjahresergebnis (855 Mio Euro) - trotz der Belastung durch die Restrukturierung im US-Pkw-Reifenwerk Mayfield - übertreffen werden", sagte Konzernchef Manfred Wennemer. Zuvor war lediglich ein Plus ohne Berücksichtigung der Kosten angepeilt. Weiterhin stellte Continental einen Umsatzzuwachs in Aussicht.

An der Frankfurter Börse wurden die Zahlen aus Hannover positiv aufgenommen. Der Kurs der Aktie kletterte bis zum Mittag um 0,87 Prozent auf 39,53 Euro. Damit nahm Continental die Spitzenposition im Leitindex DAX < DAX.ETR > ein und war einer der lediglich drei Titel mit Kursgewinnen.

Quartalsergebnisse

Im zweiten Quartal steigerte der Autozulieferer sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 216 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 237,7 Millionen Euro. Dabei blieb ein Überschuss von 91,9 Millionen Euro (Vorjahr: 108 Mio Euro). Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich mit rund 84 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz stieg von 2,825 auf 3,171 Milliarden Euro. Wie der Konzern bekannt gab, hatten im ersten Halbjahr Umstrukturierungskosten von 98,9 Millionen Euro für die Einstellung der Reifenproduktion im US-Werk Mayfield das Ergebnis belastet.

Auf das Halbjahr hochgerechnet ergab sich so ein Ebit-Plus um 21,4 Prozent von 399,1 auf 484,4 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte - Währungseffekte und Konsolidierungen einberechnet - um 9 Prozent auf 6,157 Milliarden Euro. Nach Steuern erhöhte sich das Konzernergebnis von 195,4 auf 221,4 Mio Euro.

Insgesamt wurde das Ergebnis im ersten Halbjahr mit 98,8 Millionen Euro für die Beendigung der Reifenproduktion im US-Werk Mayfield belastet. Ohne diese Umstrukturierungskosten hätte sich eine Ergebnisverbesserung von 46,2 Prozent ergeben. Das US-Reifengeschäft ist zurzeit noch immer das größte Sorgenkind der Hannoveraner. Noch immer erwirtschaftete Conti in den USA Verluste, sagte Finanzvorstand Alan Hippe dem Nachrichtensender n-tv. Gleichwohl soll auch weiterhin die Gewinnschwelle im vierten Quartal 2005 erreicht werden.

Reifen

Trotz der Umstrukturierungskosten lag das operative Ergebnis der Pkw-Reifensparte im ersten Halbjahr bei 120,7 Millionen Euro und damit um 1,4 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.

"Es ist eine enorme Leistung aller Divisionen, unsere zukunftsgerichteten Restrukturierungsaufwendungen in den USA im operativen Ergebnis nicht nur zu kompensieren, sondern die Vorjahresdaten noch eindrucksvoll zu übertreffen" betonte Finanzvorstand Alan Hippe.

Im Bereich Nutzfahrzeugreifen belasten unter anderem gestiegene Materialkosten sowie Sozialkosten in den USA das Ergebnis. Operativ schaffte der gesamte Bereich im ersten Halbjahr dank Absatzsteigerungen in Europa und in der Nafta-Region eine Ebit-Steigerung von 33,4 auf 43,3 Millionen Euro.

CAS - Contitech

Die wichtige Sparte Continental Automotive Systems, die künftig von Karl-Thomas Neumann verantwortet wird, steigerte ihr operatives Ergebnis (Ebit) um 31,4 Prozent auf 244,6 Millionen Euro (Vorjahr: 186,1 Mio Euro). Dieser Gewinn sei durch deutliche Absatzsteigerungen in den Bereichen Elektronische Brems- und Sicherheitssysteme, Bremsbetätigung, Komfortelektronik und Antrieb & Fahrwerk angeschoben worden.

Contitech steigerte unterdessen in den ersten sechs Monaten das operative Ergebnis von um 19,6 Prozent auf 95,7 Millionen Euro (Vorjahr: 80 Mio Euro). Nach dem Zukauf des Hamburger Konkurrenten Phoenix hat Conti nach Aussage von Alan Hippe derzeit keine weiteren Übernahmepläne. Zunächst stehe die Integration von Phoenix < PHO.ETR > im Vordergrund, sagte der Finanzvorstand dem Nachrichtensender n-tv. Erst dann könne Conti sich nach weiteren Übernahmekandidaten umschauen.

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