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Converium mit Kapitalerhöhung im Umfang von 533 Millionen Franken

Ein Bankensyndikat hat die geplante Kapitalerhöhung des angeschlagenen Schweizer Rückversicherers Converium im Umfang von 533 Mill. Franken (420 Mill. Dollar) fest übernommen. Die neuen Aktien sollen zu je fünf Franken im Bezugsverhältnis acht zu drei ausgegeben werden, teilte die Converium am Dienstagmorgen mit. An diesem Nachmittag sollen die Aktionäre die Finanzspritze genehmigen. Führend bei dem Bankensyndikat seien Credit Suisse First Boston und Jpmorgan.

dpa-afx ZUG. Ein Bankensyndikat hat die geplante Kapitalerhöhung des angeschlagenen Schweizer Rückversicherers Converium im Umfang von 533 Mill. Franken (420 Mill. Dollar) fest übernommen. Die neuen Aktien sollen zu je fünf Franken im Bezugsverhältnis acht zu drei ausgegeben werden, teilte die Converium am Dienstagmorgen mit. An diesem Nachmittag sollen die Aktionäre die Finanzspritze genehmigen. Führend bei dem Bankensyndikat seien Credit Suisse First Boston und Jpmorgan.

"Der Beginn der Bezugsfrist für die neuen Aktien ist für nächste Woche vorgesehen", meldete Converium. Der geplante Ausgabe-Preis von fünf Franken pro Titel entspreche einem Abschlag von 74,4 Prozent auf den Schlusskurs von diesem Montag (19,55 Franken).

Zudem will der Rückversicherer den Aktionären an diesem Dienstag vorschlagen, den Nennwert von zehn auf dann fünf Franken je Aktie zu reduzieren. Der Betrag aus diesem Schritt, rund 200 Mill. Franken, soll in die allgemeinen Reserven fließen.

Converium steht seit Juli unter Druck. Der Rückversicherer hatte Auswirkungen von Schadensfällen zwischen 1997 und 2001 in den USA falsch eingeschätzt. Daher musste die Gesellschaft ihre Rückstellungen um 400 Mill. Dollar aufstocken. Die Folge: Ratingagenturen hatten ihre Einstufung der Kreditwürdigkeit der Schweizer teils deutlich gesenkt. Converium hatte als Reaktion auf die gekappten Ratings angekündigt, im lukrativen US-Geschäft kein Neugeschäft mehr zu zeichnen.

Am Vortag hatte der Rückversicherer gemeldet, nach der Prüfung verschiedener Möglichkeiten unabhängig bleiben zu wollen - allerdings als kleinerer Rückversicherer mit dem Fokus auf Europa, Asien und Lateinamerika. Die Gesellschaft erwägt, ihre Problem behaftete US-Tochter zu verkaufen. Zuvor hatte Converium unter anderem den Einstieg eines strategischen Partners oder Investors ausgelotet.

Converium will sich künftig auf kleinere und mittelgroße Kunden konzentrieren, die lediglich begrenzten Zugang zu Kapitalmärkten haben und zusätzliche Dienstleistungen bräuchten. Als Zielgruppe nannten die Schweizer Spezial- und regionale Versicherer oder Genossenschaften. Das Prämienvolumen außerhalb der USA werde wohl um etwa 40 Prozent unter dem 2004-Niveau liegen und die Bruttoprämien um 50 Prozent niedriger. 2006 will der Rückversicherer profitabel wachsen.

Die Aktien von Converium haben seit Ankündigung der Löcher in den US-Reserven etwa zwei Drittel ihres Werts verloren.

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