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Converium weiter mit Verlusten - Verkauf der US-Tochter erwägt

Der Schweizer Rückversicherer Converium rechnet nicht mit einer schnellen Rückkehr in die Gewinnzone. Einen Tag vor der außerordentlichen Hauptversammlung in Zürich teilte das Unternehmen mit, für das laufende Jahr und für 2005 einen Nettoverlust zu erwarten. 2006 wolle Converium vor allem mit Hilfe des gut laufenden Geschäfts mit Investitionen wieder schwarze Zahlen schreiben, hieß es am Montag in Zug.

dpa-afx ZUG. Der Schweizer Rückversicherer Converium rechnet nicht mit einer schnellen Rückkehr in die Gewinnzone. Einen Tag vor der außerordentlichen Hauptversammlung in Zürich teilte das Unternehmen mit, für das laufende Jahr und für 2005 einen Nettoverlust zu erwarten. 2006 wolle Converium vor allem mit Hilfe des gut laufenden Geschäfts mit Investitionen wieder schwarze Zahlen schreiben, hieß es am Montag in Zug.

Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, den Verkauf seiner Problem behafteten Tochtergesellschaft in den Vereinigten Staaten zu erwägen. Damit könne ein "Schlussstrich" unter die Altlasten aus dem US-Geschäft früherer Jahre gezogen werden, meldete der Konzern.

Beim dem Aktionärstreffen sollen die Anteilseigner eine Kapitalerhöhung im Wert von einem 420 Mill. Dollar entsprechenden Betrag in Schweizer Franken mit Bezugsrechten genehmigen, wie Converium bekräftigte. Die Kapitalerhöhung solle von einem Bankenkonsortium gezeichnet werden. Die Bedingungen würden vor der außerordentlichen Generalversammlung bekannt gegeben.

Converium steht seit Juli unter Druck. Der Rückversicherer hatte Auswirkungen von Schadensfällen zwischen 1997 und 2001 in den USA falsch eingeschätzt und musste seine Rückstellungen daher um 400 Mill. Dollar aufstocken. Ratingagenturen hatten ihre Bonitätsbewertung der Schweizer daraufhin teils kräftig gesenkt. Converium hatte als Reaktion auf die Abstufungen angekündigt, im lukrativen US-Geschäft kein Neugeschäft mehr zu zeichnen.

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