COO Green scheidet aus
Reuters verschlankt Management

Der Nachrichten- und Informationskonzern Reuters will sein Spitzenmanagement verschlanken und dazu die Position des für das Tagesgeschäft verantwortlichen Chief Operating Officer (COO) abschaffen.

Reuters LONDON. Der derzeitige COO Philip Green werde das Unternehmen Ende des Monats verlassen, seine Position werde nicht neu besetzt, teilte Reuters am Freitag in London mit.

Green war vor rund zwei Jahren auf den damals neu geschaffenen Posten berufen worden. Er war in dieser Funktion für einen Plan zur Verbesserung der Kundenbetreuung zuständig. Das Vorhaben ist zentraler Bestandteil eines Programms zur drastischen Kostensenkung und Neuausrichtung des Traditionskonzerns. Greens Aufgabenbereich soll nun direkt dem Management-Komitee der Gruppe unterstellt werden, dem Konzernchef Tom Glocer vorsteht.

Nach Glocers Worten wird die Abschaffung des COO-Postens die Struktur des Spitzenmanagements vereinfachen, die Maßnahme stehe im Einklang mit dem Umstrukturierungsprogramm "Fast Forward". "Die Änderung kommt zu einer Zeit, in der Reuters gute Fortschritte im Rahmen der bestehenden Ziele macht", hieß es in einer Erklärung des Reuters-Chefs.

Das im Februar präsentierte "Fast Forward"-Programm von Reuters sieht die Streichung von rund 3000 Stellen vor. Bis 2005 ist geplant, jährliche Kostenersparnisse von 440 Mill. Pfund (rund 630 Mill. ?) zu erreichen. Deutliche Kostensenkungen der großen Finanzmarktkunden im Zuge der Börsenflaute haben die Geschäfte von Reuters als Anbieter von Nachrichten und Daten insbesondere für die Finanzbranche in den vergangenen beiden Jahren stark in Mitleidenschaft gezogen.

Auf den Kurs der Reuters-Aktie hatte die Nachricht von der Änderung im Management kaum Einfluss. Am Nachmittag notierte die Aktie an der Londoner Börse gegen den freundlichen Markttrend um 0,5 % schwächer bei 188 Pence. Das Papier hat in den zurückliegenden zwei Jahren mehr als drei Viertel an Wert verloren. Seit dem Tiefstand von 95,25 Pence im März hat sich der Aktienkurs des Unternehmens aber inzwischen fast wieder verdoppelt.

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