„Corporate Design“ soll einheitliche Werbung erleichtern: Sparkassen präsentieren neues Logo schon 2003

„Corporate Design“ soll einheitliche Werbung erleichtern
Sparkassen präsentieren neues Logo schon 2003

Der Run auf das neue Sparkassenlogo ist groß. Deshalb könnten sich bereits in diesem Jahr Sparkassen das neue Markenzeichen überstreifen, heißt es beim Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Ursprünglich sollte der Startschuss für die 537 Sparkassen zwischen Flensburg und Passau erst Anfang kommendes Jahres erfolgen.

DÜSSELDORF. Als Pilotsparkassen gehen die frisch fusionierte Sparkasse Hannover und die Sparkasse Pforzheim ins Rennen, sie montieren als erste das neue Emblem mit dem schlankeren in einem helleren Rotton gehaltenen Sparkassen-S.

Erstmals seit mehr als dreißig Jahren haben die Sparkassen die neben VW bekannteste deutsche Marke überarbeitet, deren Wert Marketingfachleute auf mehrere Milliarden Euro beziffern. Erstmals hatten die Sparkassen 1938 mit dem S im runden Kreis geworben, welches eine Spardose mit Münze stilisiert. Im Jahr 1972 überstrichen sie das schwarze "S" dann rot.

Seitdem schluderten die Sparkassen allerdings mit der Markenpflege. Damit soll Schluss sein, beschloss die Mitgliederversammlung des DSGV im Dezember - sie verabschiedeten eine neue Markensatzung für ihr "Corporate Design". Hauptziel ist ein gemeinsames Erscheinungsbild aller Unternehmen der Sparkassenfinanzgruppe. "Dies erleichtert eine einheitliche Werbung," sagt Christian Achilles, Kommunikationschef des DSGV. Auf diese Weise wollen die Sparkassen auch Imagedefizite beseitigen. Zwar halten die Bürger die Sparkassen für seriös, zuverlässig und kundennah, aber auch für bürokratisch. Dagegen kommen die Sparkassen nur auf geringe Kompetenzwerte für die Vermögensverwaltung. Auch deshalb soll in Zukunft eine stärkere Verbindung im Erscheinungsbild mit den Spezialdienstleistern der Sparkassenfinanzgruppe wie LBS, Deka oder öffentliche Versicherer erkennbar werden. Doch hier laufen noch die Verhandlungen. Sie sollten bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden, sagt Achilles. Kein einfaches Unterfangen. Vor allem die regional agierenden, öffentlichen Versicherer pochen auf ihre traditionelle Namen- und Farbvielfalt.

Und auch bei Sparkassen wird das neue Einheitsgewand einige Löcher aufweisen. So will die Stadtsparkasse Köln auf jeden Fall ihr blaues Signet behalten. "Davon trennen wir uns nicht", sagt eine Sprecherin der größten öffentlichen Sparkasse. Unvorstellbar ist auch für die Frankfurter Sparkasse eine Aufgabe ihres gelben Logos.

"Dies sind absolute Ausnahmefälle," heißt es beim DSGV. In beiden Städten gebe es besondere Gemengelagen, weil sich dort die Geschäftsgebiete einiger Sparkassen überlappten. "Deshalb benötigen die Institute ihre Logos als Unterscheidungsmerkmal", sagt Achilles. Wo dies nicht der Fall sei wie beispielsweise in Kiel, werde das Blau durch Rot ersetzt. Zeit bekommen die Sparkassen bis zum Jahr 2012 - dann soll auch die letzte Filiale das neue Outfit haben. Durch diese lange Übergangsfrist sei gewährleistet, dass keine Zusatzkosten für die Sparkassen anfielen, heißt es beim DSGV.

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