Coruña durch Dummheit der Spieler geschwächt
Außenseiter lauern auf den großen Coup

Die Favoriten haben vor der zweiten Runde in der Champions League mehr auf Nebenkriegsschauplätzen zu kämpfen als mit dem nächsten Gegner: Bei Arsenal hängt vor dem Spiel am Dienstag bei Lok Moskau der Haussegen schief, Celtic Glasgow befürchtet vor der Partie gegen Olympique Lyon den Abgang von Trainer Martin O'Neill und Inter Mailand schielt schon vor der Partie gegen Dynamo Kiew nach dem Lokalderby gegen den AC Mailand.

HB HAMBURG. Deportivo La Coruña schließlich blamierte sich nicht nur bei der 2:3-Niederlage gegen CA Osasuna, die die Galizier die Tabellenführung in Spanien kostete, sondern auch wegen der Dummheit seiner Spieler. Auf dem Flughafen Pamplona hatten die Profis eine Baby-Viper eingefangen, die sie als Maskottchen mitnehmen wollten. Das Reptil rächte sich mit einem beherzten Biss in die Hand von Enrique Romero. Der Verteidiger wird gegen den PSV Eindhoven wohl zuschauen müssen. Der niederländische Meister ist in der Gruppe C noch ohne Punkt. Dafür wurde der Vertrag mit Trainer Guus Hiddink bis 2006 verlängert.

Nach einem neuen Trainer wird sich wohl Celtic Glasgow umsehen müssen. Martin O'Neill ist als Nachfolger von Glenn Hoddle bei Tottenham Hotspur und auch beim FC Liverpool im Gespräch. "Wo immer er ist, stellt sich garantiert Erfolg ein", sagte Tottenhams Torhüter Kasey Keller über den hoch angesehenen O'Neill. In Glasgow ist man "not amused" über die Begehrlichkeiten. Der aus Nordirland stammende O'Neill wird die Saison in der Champions League mit den Schotten wohl zu Ende bringen müssen. Nach der Auftakt-Niederlage gegen die Bayern ist ein Heimsieg gegen Olympique Lyon Pflicht.

In die Pflicht genommen ist auch der FC Arsenal nach dem verpatzten Start gegen Inter Mailand (0:3). Doch die "Gunners" bewahren die Ruhe: "Wir sollten uns an Newcastle ein Beispiel nehmen. Die haben sich trotz dreier Niederlagen zum Auftakt noch für die Zwischenrunde qualifiziert", sagte Stürmer Thierry Henry vor dem Spiel in Moskau. Trainer Arsène Wenger hat große Personalprobleme. Dennis Bergkamp fehlt wegen seiner Flugangst, Sol Campbell, weil sein Vater vor zwei Wochen gestorben ist. Zudem sind vier Spieler angeschlagen. "Es wäre ein Wunder, wenn wir alle rechtzeitig fit kriegen", sagte Wenger. Mehr Sorgen macht dem Franzosen aber das Ermittlungsverfahren des englischen Verbandes gegen sechs Arsenal- Spieler. Jens Lehmann & Co. drohen Sanktionen wegen "ungebührlichen Verhaltens" beim Skandalspiel gegen Manchester United (0:0).

Bei Gruppe-B-Spitzenreiter Inter Mailand dreht sich alles schon um das Lokalderby gegen Milan am Sonntag. Deshalb schaltete sich vor dem Spiel gegen Kiew Vizepräsident Giacinto Facchetti ein: "Wir haben die Möglichkeit, uns abzusetzen. An Milan können wir ab Mittwoch denken." Christian Vieri steht vor dem Comeback nach seiner Fußverletzung. Dagegen muss Juventus Turin weiter ohne Alessandro del Piero (Wadenverletzung) auskommen. Der Spielmacher fliegt als Glücksbringer aber mit nach Piräus.

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