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Corus schafft Sprung in die Gewinnzone - Einsparungen und Stahlpreise

Getragen vom weltweiten Stahlboom hat der Stahlkonzern Corus nach jahrelangen Verlusten im ersten Halbjahr den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Nach einem Verlust von 36 Mill. Pfund im Vorjahreszeitraum sei in den ersten sechs Monaten aus fortgeführtem Geschäft ein Gewinn von 160 Mill. Pfund erwirtschaftet worden, teilte das britisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag in Amsterdam mit. Die Hälfte des gestiegenen Gewinns kam durch die Umstrukturierung des Unternehmens zustande.

dpa-afx AMSTERDAM. Getragen vom weltweiten Stahlboom hat der Stahlkonzern Corus nach jahrelangen Verlusten im ersten Halbjahr den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Nach einem Verlust von 36 Mill. Pfund im Vorjahreszeitraum sei in den ersten sechs Monaten aus fortgeführtem Geschäft ein Gewinn von 160 Mill. Pfund erwirtschaftet worden, teilte das britisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag in Amsterdam mit. Die Hälfte des gestiegenen Gewinns kam durch die Umstrukturierung des Unternehmens zustande.

Analysten waren im Vorfeld unter anderem wegen höherer Stahlpreise und Kosteneinsparungen bei Corus von einer Erholung des Geschäfts und der Rückkehr in die Gewinnzone ausgegangen. Corus rechnet mit einer weiteren Verbesserung des operativen Gewinns und der Margen. Eine Zwischendividende soll nach dem ersten Halbjahr aber nicht gezahlt werden. Sein Aluminiumgeschäft will Corus nach wie vor verkaufen. Dies werde voraussichtlich aber nicht vor 2005 geschehen, hieß es.

China-Nachfrage Schwächelt

Corus profitiert wie seine Wettbewerber von der hohen Nachfrage nach Stahlprodukten. Vorstandschef Philippe Varin äußerte sich allerdings skeptisch über die Nachfrage nach Stahlprodukten aus China, wo ein Viertel der weltweiten Stahlproduktion verbraucht wird. "Wir erwarten eine sanfte Landung der chinesischen Nachfrage", sagte er der Nachrichtenagentur AFX News. Während in der ersten Jahreshälfte der Markt in China um 15 % angezogen sei, rechne er für die restlichen sechs Monate des Jahres mit einem Zuwachs von elf bis 13 %. Die chinesische Regierung will mit einer restriktiveren Investitionspolitik ein Überhitzen des Wirtschaftswachstums verhindern.

Für das Gesamtjahr erwartet Corus weiterhin ein weltweites Wachstum von sieben bis neun Prozent. Getragen werde der Zuwachs vor allem von den asiatischen Märkten. "In Europa sehen wir Anzeichen für eine Erholung", sagte Varin. Der Zuwachs werde hier zwischen drei und vier Prozent liegen. Die Stahlkonzerne hatten in den vergangenen Monaten die Preise für ihre Produkte wiederholt angezogen. Begründet wurden die Steigerungen unter anderem mit der Verteuerung der Rohstoffe. "Die Preislage bei den Rohstoffen bleibt angespannt", sagte Varin.

Umsatzplus

Im ersten Halbjahr kletterte der Umsatz von 4,02 auf 4,48 Mrd. Pfund. Vor Steuern fiel wieder ein Gewinn von 163 Mill. Pfund nach einem Verlust von 89 Mill. Pfund im Vorjahr an. Den Konzernumbau und Wertberichtigungen nicht eingerechnet, stieg das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 120 auf 314 Mill. ?.

Corus war 1999 aus der Fusion der British Steel und der niederländischen Koninklijke Hoogovens hervorgegangen. Seitdem war das Unternehmen nicht aus den roten Zahlen gekommen.

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