CPD Modemesse: Stilmix liegt im Trend
Männermode wird figurbetont

Die Männer sind in der Mode auf dem Vormarsch. Lange Zeit doch eher stiefmütterlich behandelt, sollen sie chic, sportlich und elegant durch die nächste Herbst/Wintersaison 2003/2004 wandeln. Beispiele dafür zeigen seit Sonntag mehr als 2000 Aussteller auf der weltweit größten Modemesse Collections Premieren Düsseldorf (CPD).

HB/dpa DÜSSELDORF. Dabei halten sie an bekannten und bequemen Richtungen aus der vergangenen Saison wie der sportlichen Linie fest. Denn er lässt sich nicht gerne in Korsagen zwängen. Doch auch die Männerwelt muss bei den neuen Anzügen künftig auf die Figur achten: Die Hosen werden deutlich schmaler - nach unten leicht ausgestellt.

Der Nadelstreifenanzug feiert seine Rückkehr. Wie auch bei der Damenmode macht hierbei der Stilbruch den Chic: Zu Smoking-Varianten ein T-Shirt, zur Jogginghose ein Hemd. Das soll Freiheit und Individualität widerspiegeln. Das ganze gepaart mit Samt - und der Mann ist "in". Sportliche Stoffe machen ihn jünger, frischer und moderner. Unerlässlich ist bei seinem Outfit generell das Sakko: Es muss leicht und lässig sein, meistens sind die Stoffe gewaschen und zeigen Steppnähte. Das klassisch-englische Tweed-Sakko bleibt ebenfalls erhalten.

Der Military-Look, der angesichts der Kriegsgefahr im Irak heftig umstritten ist, war dabei eher auf den Schauen in Paris, Mailand und Florenz ein Thema. Nur vereinzelt wurden in Düsseldorf militarisierte Parka, Uniform-ähnliche Mäntel sowie Flieger- und Cargohosen gesichtet.

Stark im Trend liegen in der kommenden Wintersaison dagegen Abenteuerlust, Globetrotter und Sportlichkeit: Neben dem schon in der vergangenen Saison viel geliebten Parka taucht bei den Jacken der Anorak mit Kapuze wieder auf, der an Expeditionen in die Arktis erinnert. Stepp- und Daunenjacken gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Sie werden getragen zu lässigen Tunnelzug- oder Jogginghosen sowie Retro-Hosen im Stil der 20er Jahre.

Nicht wegzudenken ist auch die Cargohose mit ihren aufgesetzten Taschen. Wichtig bei den Hosen sind Zipper, die die Beinweite verstellen, Schlaufen und Nieten. Im Fußbereich dürfen sie nach wie vor etwas weiter sein. Cord bleibt im übrigen ein Renner - von Rippen- bis Breitcord - und wird auch als Anzug im nächsten Winter gern gesehen.

Leder spielt im kommenden Winter ebenfalls eine große Rolle - ob als Jacke oder Kurzmantel, mit Pelz und Fell und einem dickgestrickten Pullover, teils mit Norwegermuster, liegt "er" voll im Trend. Bei den Strickwaren kommen auch für ihn grobmaschige Strickjacken, die gerne als Jacken-Ersatz draußen getragen werden. Wer auf den schmalen Kurzmantel verzichten möchte, ist damit gut beraten.

Auch Hemden werden etwas schmaler und kürzer, können über der Hose getragen werden und reichen in Muster- und Farbpalette von Streifen bis hin zu romantischen Stickereien. Die Kragen werden etwas voluminöser. Der Doppelknopfkragen bleibt weiter ein Thema. Darüber darf es dann schon mal ein Pullunder nach dem Vorbild der 70er Jahre sein.

Die Farben in der Männermode rangieren zwischen Grau- und Brauntönen, wollweiß und frischen Fruchtfarben. Nach dem Vorgeschmack, den die CPD auf 200 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche geboten hat, sollte mancher Mann in der Tat seinen Kleiderschrank nach alten Hüten durchforsten. "Auf jedem Kleidungsstück sollte so etwas ähnliches wie ein Verfallsdatum stehen", sagte Veranstalter Manfred Kronen.

Bei der CPD zeigen 780 Hersteller von Damenmode, 350 Herrenmode- Anbieter sowie 400 Anbieter beider Segmente ihre Kollektionen. Die Veranstalter erwarten bis zum Ende der dreitägigen Messe an diesem Dienstag rund 60 000 Besucher.

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