Creditreform sagt weiteren Anstieg voraus
Pleitewelle ebbt auch 2002 nicht ab

Die Zahl der Insolvenzen wird auch in diesem Jahr voraussichtlich weiter steigen – trotz positiver Konjunktursignale.

sts DÜSSELDORF. Rund 40 000 Firmenpleiten erwartet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform für 2002, rund ein Viertel mehr als im vergangenen Jahr. Im Jahr 2001 hatten 32 278 Unternehmen Konkurs angemeldet, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 14 % mehr als im Vorjahr.

Seit Anfang der 90er-Jahre ist die Zahl der Firmenpleiten Jahr für Jahr gestiegen, nur 1999 wurde der negative Trend gebrochen. Schuld an dem Rekordhoch im vergangenen Jahr sei die schwache Konjunktur, sagen Experten. Die Union erklärte, der Anstieg der Pleitenzahl sei die Konsequenz einer gegen den Mittelstand gerichteten Wirtschaftspolitik der Regierung. Wirtschaftsminister Werner Müller führte die Pleiten im Mittelstand auf die Krise in der Baubranche und das neue Insolvenzrecht der Regierung zurück, das einen Restschuldenerlass ermögliche.

In Ostdeutschland stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 5,7 % auf 8 506 und damit deutlich schwächer als im Bundestrend. Auch die Aktiengesellschaften meldeten häufig Konkurs an: Die Zahl stieg um 151 %. Trotzdem blieb die GmbH die am stärksten betroffene Rechtsform.

Die offenen Forderungen der Gläubiger stiegen um 29 % auf 31 Mrd. Euro. Bei den zahlungsunfähigen Unternehmen waren mindestens 200 000 Menschen beschäftigt.

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