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Cremes gegen Vorstufen von Hautkrebs

Frankfurt/Main (dpa) - Die Vorstufen einiger Hauttumore können erfolgreich mit Cremes behandelt werden. Nach Erfahrungen der Frankfurter Klinik-Allianz sind Creme-Therapien beim so genannten «hellen Hautkrebs» sehr erfolgreich.

Frankfurt/Main (dpa) - Die Vorstufen einiger Hauttumore können erfolgreich mit Cremes behandelt werden. Nach Erfahrungen der Frankfurter Klinik-Allianz sind Creme-Therapien beim so genannten «hellen Hautkrebs» sehr erfolgreich.

Ein Verfahren ist seit 2003 zugelassen, ein weiteres soll in diesem Jahr verfügbar sein, wie die vier Kliniken am Dienstag berichteten. Der «helle Hautkrebs» ist weniger gefährlich als der tödliche schwarze Tumor, aber zehn Mal so häufig. Der «schwarze Hautkrebs» mit seinen gravierenderen Hautveränderungen könne nicht mit den neuen Cremes behandelt werden.

Die so genannte photodynamische Therapie sei inzwischen die erste Wahl bei gutartigem Hautkrebs bis zu zwei Millimetern Tiefe, sagte Prof. Roland Kaufmann, Direktor der Frankfurter Universitäts- Hautklinik. Bei dem seit zehn Jahren erprobten und seit einem Jahr zugelassenen Verfahren wird eine Creme mit dem Wirkstoff Methyl- Amino-Laevulinat auf die erkrankte Stelle aufgetragen und diese anschließend mit Rotlicht bestrahlt. In einer chemischen Reaktion werden Sauerstoffradikale freigesetzt, die die Tumorzellen abtöten.

Eine Creme mit dem Wirkstoff Imiquimod kommt ohne Bestrahlung aus. Das bisher gegen Warzen eingesetzte Mittel soll laut Kaufmann noch in diesem Jahr in Deutschland auch für Hautkrebs zugelassen werden. Im Rahmen von Sonderverordnungen (off-label) habe man aber hervorragende Erfolge erzielt. Der Patient müsse nicht operiert werden, es müsse keine Haut verpflanzt werden, es blieben keine Narben zurück und auch schwer zugänglich Stellen seien gut zu behandeln. Allerdings würden die Cremes im Gegensatz zur Operation nicht von den Kassen bezahlt.

An Hautkrebs erkranken nach Angaben der vier Mitglieds- Krankenhäuser der Klinik-Allianz pro Jahr mehr als 100 000 Deutsche, etwa 2000 sterben daran. Die Zahl der Neuerkrankungen steige jährlich um zwei bis acht Prozent. Schätzungen zufolge entwickeln mindesten 20 Prozent der Menschen über 40 Jahren Frühformen des «hellen Hautkrebses». Symptome sind Entzündungsherde, rauhe Stellen, Verhornungen oder Knötchen an den «Sonnenterrassen» des Körpers wie Nase, Ohren, Hände oder Oberlippe.

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