CS gab ABB Kredite von rund 260 Millionen Dollar
Übertriebene ABB-Kreditsorgen belasten CS-Aktie

Der erneute Kursverfall der ABB-Aktie hat nach Händlerangaben am Mittwoch auch die Titel des Schweizer Bankkonzerns CS Group belastet.

Reuters ZÜRICH. Die Aktie konnte sich allerdings am Nachmittag von ihrem Tagestiefstand bei 23,10 sfr erholen, nachdem Bankenkreise deutlich gemacht hatten, dass Kredite der CS an ABB in eine deutlich kleinere Grössenordnung fallen als vom Markt befürchtet.

Den Quellen zufolge hat die zweitgrösste Schweizer Bank ABB-Kredite von rund 260 Mill. Dollar in ihren Büchern. Im Markt ging nach Händlerangaben zunächst die Spekulation um, dass die Bank mit Krediten von bis zu zwei Milliarden sfr bei ABB engagiert sein könnte.

ABB hatte selbst erklärt, von einem von einer Bankengruppe im Frühsommer geschnürten Kreditpaket von drei Milliarden Dollar seien bis Mitte Jahr 1,35 Milliarden Dollar in Anspruch genommen worden. Die CS Gruppe ist eine der Hauptbanken der ABB-Gruppe und stellte zusammen mit Barclays und Citibank damals an führender Stelle das Kreditpaket zusammen.

Ein CS-Sprecher wollte zu den Markt-Spekulationen über ABB-Kredite keine Stellung nehmen. "Wenn unser Exposure substantiell wäre, würden wir das offenlegen", sagte er zu Reuters.

Am Nachmittag notierte die CS-Aktie mit 24,90 sfr noch um 1,55 sfr oder 5,9 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Die CS Gruppe wird am 14. November ihren Zwischenbericht für das dritte Quartal vorlegen und die Bank selbst warnte bereits vor einem kräftigen Verlust. Die Probleme der BZ Gruppe belasten die CS-Aktie zusätzlich. Die Aktienpakete, die die BZ Gruppe gegen Kredite hinterlegt hat, verlieren wie etwa das Zehn-Prozent-Paket an ABB täglich an Wert. Zwar konnte die BZ Gruppe mit ihren Gläubigerbanken ein Stillhalteabkommen erreichen, es wird jedoch immer wieder befürchtet, dass ein Paket überraschend auf den Markt kommen könnte. An der CS Group hält die BZ Schätzungen zufolge knapp fünf Prozent.

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