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Csfb sieht 'Spielraum' für Ende der festen Yuan-Bindung an Dollar

Die stark gestiegenen Rohstoffkosten erhöhen nach Einschätzung der Credit Suisse First Boston (Csfb) die Wahrscheinlichkeit für eine schrittweisen Freigabe der chinesischen Währung Yuan. Es gebe "Spielraum" für eine Koppelung des Yuan an einen Währungskorb statt die seit 1994 bestehende feste Bindung an die US-Währung, heißt es in einer am Dienstag in Hongkong veröffentlichten Studie der Schweizer Investmentbank.

dpa-afx HONGKONG. Die stark gestiegenen Rohstoffkosten erhöhen nach Einschätzung der Credit Suisse First Boston (Csfb) die Wahrscheinlichkeit für eine schrittweisen Freigabe der chinesischen Währung Yuan. Es gebe "Spielraum" für eine Koppelung des Yuan an einen Währungskorb statt die seit 1994 bestehende feste Bindung an die US-Währung, heißt es in einer am Dienstag in Hongkong veröffentlichten Studie der Schweizer Investmentbank.

Die USA fordert bereits seit längerem eine Freigabe des Yuan, damit die chinesischen Importe nicht weiter künstlich verbilligt werden und somit nach Einschätzung von US-Politikern den heimischen Produzenten schaden. China verweist auf das instabile Finanzsystem der stark wachsenden Volkswirtschaft, das eine komplette Yuan-Freigabe nicht verkraften würde. Nach Einschätzung der Csfb würde die chinesische Währung durch eine Bindung an einen Währungskorb "begrenzt" flexibel.

Da die chinesischen Exporteure die stark gestiegenen Rohstoffkosten wegen der unterbewerteten Währung kaum an ihre Abnehmer weitergeben könnten, sinkt der Csfb-Studie zufolge die ohnehin schon niedrige Rentabilität der chinesischen Produzenten weiter. Neben den hohen Rohstoffpreisen leiden die Hersteller zudem unter gestiegenen Arbeitskosten.

Der fest fixierte Wechselkurs gebe den chinesischen Exportunternehmen nur wenig Möglichkeiten zum Feilschen mit Abnehmern wie dem weltweit größten Einzelhändler Wal-Mart, der nach Erhebung der Csfb im vergangenen Jahr chinesische Waren im Wert von rund 14 Mrd. $ gekauft hat. "Wir denken, die Zeit ist reif, dass China ein 'kollektives Feilschen' über den Wechselkurs praktiziert", sagte Csfb-Analyst Dong Tao.

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