CSL prüft Übernahme von Aventis-Sparte: Aventis plant Behring-Verkauf

CSL prüft Übernahme von Aventis-Sparte
Aventis plant Behring-Verkauf

Nach gescheiterten Joint-Venture-Plänen mit Bayer hat der französisch-deutsche Pharmakonzern Aventis Sondierungsgespräche mit der australischen CSL Ltd über einen Verkauf des Geschäftszweiges Aventis Behring begonnen.

Reuters STRASSBURG. Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium, teilte Aventis am Dienstag mit. Deswegen würden zunächst keine Einzelheiten genannt. Das Volumen der Transaktion wird von Branchenexperten auf 500 Millionen bis eine Milliarde Dollar geschätzt. Analysten bezeichneten eine Übernahme als sinnvoll.

CSL, der weltweit drittgrößte Hersteller von Blutprodukten, prüft nach eigenen Angaben exklusiv die Übernahme der Blut- und Plasmaproduktesparte von Aventis. Mit dem Aufkauf würde CSL mit dem Marktführer, dem US-Pharmariesen Baxter International, gleichziehen.

Aventis hatte seinen Geschäftszweig Aventis Behring im Rahmen der Konzentration auf das Pharmageschäft zum Kauf angeboten und sucht seit den gescheiterten Gesprächen mit Bayer Ende Januar nach anderen Käufern. Aventis und Bayer hatten sich nicht darauf einigen können, ihre Blutproduktzweige in einem Gemeinschaftsunternehmen "Biologische Produkte" zusammenzulegen. Vorgesehen war, die Health-Care-Sparte "Biological Products" von Bayer mit Aventis Behring zusammenzuführen. Das neue Unternehmen hätte nach Ansicht von Experten der weltweit größte Anbieter von Blut- und Plasmaprodukten werden können. Die Jahresumsätze von Aventis Behring liegen bei etwa einer Milliarde Euro.

Analysten würden nach eigenen Worten eine Übernahme von Aventis Behring durch CSL begrüßen. John O'Connell von Marcquaire Ecquities sagte: "Langfristig wäre es sehr positiv zu bewerten, wenn sie zusammenfinden." Allerdings werde ein Aufkauf kurzfristig die CSL-Aktien belasten, solange unklar sei, wie die Transaktion finanziert werden solle.

Für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres wies CSL am Dienstag einen deutlich verringerten Netto-Gewinn von 40,1 Millionen Australischen Dollar (rund 22,35 Millionen Euro) aus nach 57,5 Millionen Australischen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen begründete den Rückgang hauptsächlich mit Wechselkursveränderungen. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 633 Millionen Australische Dollar.

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