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CSU legt Verkehrsminister Klimmt Rücktritt nahe

Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, dass Klimmt einen Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen wegen Beihilfe zur Untreue von der Staatsanwaltschaft Koblenz erhalten wird.

dpa BERLIN. Die CSU hat Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt (SPD) im Zusammenhang mit der Doerfert-Affäre den Rücktritt nahe gelegt. "Wenn die Staatsanwaltschaft Koblenz jetzt einen Strafbefehl erlässt, ist Herr Klimmt als Bundesminister nicht mehr tragbar. Dann muss er sofort zurücktreten", sagte CSU-Generalsekretär Thomas Goppel der Tageszeitung "Die Welt" (Montag).

Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet in seiner neuen Ausgabe, dass Klimmt in wenigen Tagen einen Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen wegen Beihilfe zur Untreue von der Staatsanwaltschaft Koblenz erhalten wird. Ein solcher Strafbefehl würde nicht als Vorstrafe gelten. Sollte Klimmt Einspruch dagegen einlegen, käme es zur Anklage.

Der frühere Caritas-Manager Hans-Joachim Doerfert steht derzeit wegen Untreue vor dem Koblenzer Landgericht. Er soll zusammen mit zwei Mitangeklagten seinem früheren Arbeitgeber durch dubiose Finanzgeschäfte Schaden von mehr als 20 Mill. DM zugefügt haben. Doerfert hatte in dem Prozess Zahlungen von 614 000 DM an den Fußballclub 1. FC Saarbrücken bestätigt. Damit sollten Klimmt und der jetzige Saar-Innenminister Klaus Meiser (CDU) als damalige Präsidiumsmitglieder des Clubs für den Kampf gegen einen drohenden Bettenabbau in Caritas-Kliniken gewonnen werden.

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