Currywurst mit Blattgold
Fritten vom Sterne-Koch

Frittenbuden liegen bundesweit im Trend. Erst wurde die klassische "Pommes rot-weiß" von neuen Soßen abgelöst. Jetzt werden sogar Edel-Gastronomen zu Imbiss-Besitzern und zielen mit Spezialitäten auf den Kunden, der für höhere Qualität gern mehr bezahlt.

HB AACHEN. Kunst und Können des Aachener Koch Christof Lang wurden bereits mit einem Michelin-Stern gekrönt. Kein Wunder: Seiner Kundschaft läuft schon im Gastraum das Wasser im Mund zusammen. In einem ungewöhnlichen Schritt ist der Aachener Sternekoch jetzt zu den Wurzeln des einfachen Geschmackes zurückgekehrt: Neben seinem Feinschmecker-Bistro betreibt er eine "Feinschmecker-Pommesbude". Dort konzentriert sich Lang auf die "Frittenbuden-Basics": Pommes, Wurst, Mayonnaisen, Soßen und als Ausreißer noch Reibekuchen. Kein Produkt sei industrielle Massenware, betont der Sternekoch. Lange habe er mit dem Metzger um die Wurst gerungen: "Da ist nur gutes Fleisch drin, ein paar Kräuter dazu - fertig", lüftet er das Geheimnis seiner Kreation. Soßen und Mayonnaisen werden in seiner Feinschmecker-Küche angerührt.

Langs Frittenbude liegt nach Beobachtung des Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein bundesweit im Trend. Der Schnell- Imbiss sei seit Jahren im Wandel. In der ersten Phase bekam die klassische "Pommes rot-weiß" von neuen Soßen Konkurrenz. Die zweite Phase sei eingeläutet. Der Trend gehe zum "edleren Auftritt und edleren Beiwerk", stellt der stellvertretende Geschäftsführer des Verbandes, Mathias Johnen, fest. Anbieter zielten mit Spezialitäten auf Kunden, die bei entsprechender Qualität mehr bezahlen wollen. "Die Schere geht auch in der Gastronomie weiter auseinander", kommentiert Johnen diese Entwicklung zum Edel-Imbiss.

Dabei sollen Frittenbuden ursprünglich eine Arme-Leute-Kost gewesen sein. Ein belgischer Historiker will herausgefunden haben, dass bei wenig betuchten Landsleuten an der Maas um 1680 meistens Fisch auf dem Speiseplan stand. Wenn der Fluss gefroren war und sie keinen Fisch fangen konnten, hätten sie Kartoffeln in eine fischähnliche Form geschnitten und gebraten.

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