D.Logistics präsentiert schlechte Zahlen: Deutsche Aktien erneut schwächer gesehen

D.Logistics präsentiert schlechte Zahlen
Deutsche Aktien erneut schwächer gesehen

Nach den deutlichen Kursverlusten vom Freitag dürften die deutschen Aktienwerte nach Einschätzung von Händlern am Montag erneut schwächer in die Woche starten.

Reuters FRANKFURT. "Am Freitag haben wir nahe den Tagestiefs geschlossen und aus den USA kommen heute auch keine Impulse, so dass sich der schwache Trend fortsetzen dürfte", sagte ein Händler. Die Börsen in den USA bleiben am Montag feiertagsbedingt geschlossen. Vor allem bei den Technologiewerten und der Deutschen Telekom rechnen Händler mit Abschlägen. Unter Druck könnten auch die Aktien von RWE geraten, nachdem der Versorger einem Zeitungsbericht zufolge an einer Übernahme der britischen Innogy interessiert ist. Am Neuen Markt gerieten D.Logistics-Papiere nach der Vorlage von Zahlen vorbörslich unter Druck.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) vorbörslich mit 4 849 Punkten, nach einem Schluss von 4 862 Zählern am Freitag. Die Prognose der Deutschen Bank lag bei 4 848 Zählern, das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Index bei 4 847 Punkten. Die Berechnungen der Citibank für den Nemax 50 lagen vor Handelsbeginn bei 1 026 Punkten, nachdem der Blue-Chip-Index des Neuen Marktes bei 1 022 Zählern aus dem Handel gegangen war. Lang & Schwarz berechnete den Nemax 50 mit 1 029 Punkten.

Der Dax war am Freitag mit einem Verlust von mehr als 2 % ins Wochenende gegangen, nachdem das Verbrauchervertrauen in den USA überraschend zurückgegangen war. Das belastete auch die Aktienmärkte in New York, wo der Dow Jones knapp 1 % auf 9 903 Punkte verlor und der Nasdaq-Index um mehr als 2 % auf 1 805 Punkte nachgab. Händlern zufolge untergruben auch weiterhin Sorgen um Bilanzierungspraktiken von US-Firmen und wachsende Schulden im US-Telekomsektor das Vertrauen der Investoren.

Technologiesektor unter Druck

Für den deutschen Markt rechnen Börsianer insbesondere im Technologiesektor mit fallenden Kursen. "Allen voran dürften Infineon und Siemens fallen, nachdem sie in letzter Zeit gut gelaufen waren", sagte ein Frankfurter Händler.

Ihre schwache Tendenz dürfte auch die T-Aktie fortsetzen, nachdem der US-Medienkonzern Liberty gesagt hatte, dass man gegenüber den deutschen Kartellbehörden keine Zugeständnisse für die Genehmigung der geplanten Übernahme von sechs TV-Kabelnetzen der Telekom gemacht habe.

Kurzfristig könnten RWE-Titel Kursabschläge verbuchen, sagte ein Marktteilnehmer. Der deutsche Energiekonzern ist nach Informationen der "Sunday Times" an einer einvernehmlichen Übernahme des britischen Stormversorgers Innogy interessiert. Dabei gehe es um ein Volumen von bis zu 2,9 Mrd. Pfund (rund 4,75 Mrd. ?), berichtete die Zeitung.

Schwächer könnten sich nach Händleraussage auch die Bankenwerte präsentieren. Die Kirch-Gruppe hatte eine Stellungnahme zu Berichten abgelehnt, der Medienunternehmer Leo Kirch plane eine Schadenersatzklage gegen Deutsche Bank-Chef Rolf Breuer, weil dieser die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe öffentlich in Frage gestellt hatte.

Am Neuen Markt verloren die Aktien des Logistikdienstleisters D.Logistics im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz bis zu 20 %. Das Unternehmen hatte seine Ergebnisprognose für 2001 deutlich verfehlt.

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