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D1: Keine Euphorie über UMTS-Kooperationen

Der Mobilfunknetzbetreiber D1 hat nach der Genehmigung einer eingeschränkten Kooperation beim Aufbau und Betrieb der UMTS-Mobilfunknetze in Deutschland vor zu hohen Erwartungen in Bezug auf die Zusammenarbeit der sechs Netzbetreiber gewarnt.

Reuters BONN. D1-Chef Rene Obermann sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in Bonn, die technischen Neuerungen ermöglichten zwar eine Zusammenarbeit der Netzbetreiber. "Man sollte aber nicht zu euphorisch sein", sagte Obermann. Noch handele es sich nur um Ankündigungen der Netzwerk-Hersteller. "Bisher konnte noch niemand diese neue Hardware testen und noch ist nicht sicher, wann sie verfügbar sein wird."

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat am Dienstag eine eingeschränkte Kooperation der sechs UMTS-Lizenznehmer genehmigt und dies mit dem technischen Fortschritt bei der Netzwerktechnik begründet. Technische Neuerungen werden es möglich machen, dass die künftige Mobilfunknetztechnik von mehreren Betreibern gemeinsam genutzt werden kann, ohne dass diese ihre Eigenständigkeit beim Betrieb der Netze aufgeben. Ebenso wie der derzeit größte Anbieter D2 Vodafone hatte sich D1 zwar kooperationswillig gezeigt, jedoch einer weit reichenden Kooperation der Abieter eine Absage erteilt.

Der D1-Chef sieht in der Entscheidung eine Bestätigung der Position des Unternehmens. "Für uns war wichtig, dass die Lizenzbedingungen nachträglich nicht geändert werden - dieser Forderung ist die Regulierungsbehörde nachgekommen", sagte Obermann. Man werde die Details der Entscheidung genau prüfen und darauf auch achten, dass die Lizenzbedingungen auch weiterhin nicht ausgehöhlt würden. Zu einer möglichen Zusammenarbeit mit anderen Netzbetreibern sagte Obermann: "Wir haben in der Vergangenheit immer gesagt, dass wir auch bei UMTS Kooperationen prüfen wollen." Beim bisherigen Mobilfunkstandard GSM kooperiere D1 bereits mit anderen Netzbetreibern.

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