DAB-Minderheitsaktionäre sollen abgefunden werden
Binding-Gruppe benennt sich um in Radeberger

Deutschlands zweitgrößte Brauereigruppe Binding-Brauerei macht gegen die Konkurrenz aus dem Ausland mobil.

dpa FRANKFURT. "Der deutsche Biermarkt ist unser Wohnzimmer, das wir besser kennen als die internationalen Wettbewerber", sagte Vorstandchef Ulrich Kallmeyer. Daher will sich die Brauerei- Gruppe nach der Zustimmung der Hauptversammlung im Juli in Radeberger Gruppe AG umbenennen. Die Konzentration der einzelnen Biersorten unter dem Namen der wichtigsten Marke Radeberger werde den Konzern stärken.

Die Umfirmierung des Branchenzweiten nach Holsten ermögliche eine zentrale Gruppensteuerung von Vertrieb, Produktion und Logistik. Dies werde das Ergebnisniveau "deutlich verbessern".

Das Unternehmen gehört zu 90 Prozent der Oetker-Gruppe. Neben Radeberger zählen Clausthaler, Kindl Berlin, DAB Dortmund, Schöfferhofer und Selters zu den bekannten Marken. Außerdem plant die Brauerei-Gruppe, die Minderheitsaktionäre der Dortmunder DAB-Brauerei (6,08 Euro je Aktie beziehungsweise Garantiedividende von 0,43 Euro), der Berliner Kindl Brauerei (208,03 Euro) und der Mainzer Aktien-Bierbrauerei (403,93 Euro) abzufinden.

Eine Prognose über Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2002 gab der Binding-Chef nicht. 2001 hatte der Konzern seinen Bierabsatz um acht Prozent auf 10,8 Millionen Hektoliter zurückgefahren. Der Umsatz nahm um vier Prozent auf 849 Millionen Euro ab. Das Ergebnis stieg von 0,8 auf 6,6 Millionen Euro. Die Dividende soll um jeweils vier Prozent auf 4,00 Euro je Stamm- und auf 4,51 Euro je Vorzugsaktie angehoben werden.

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