Dachgesellschaft aus Steuergründen in den Niederlanden
Opel und Fiat planen angeblich gemeinsame Holding

dpa-HAMBURG. Die Autokonzerne Opel und Fiat sollen nach "Focus"-Informationen eine gemeinsame Holding erhalten. Die Dachgesellschaft werde aus Steuergründen in den Niederlanden angesiedelt. Als Chef sei der Opel-Einkaufschef Robert Socia im Gespräch, schreibt das Münchener Magazin in seiner neuen Ausgabe. Im Juli war die Opel-Konzernmutter General Motors (GM) mit 20 % bei Fiat eingestiegen. Der US-Konzern beteiligte sich an einer Kapitalerhöhung der Fiat Autoholdings BV, die alle Anteile am Pkw-Hersteller Fiat Auto hält. Die zur Fiat-Gruppe gehörenden Marken Ferrari und Maserati sind davon ausgenommen. Fiat erhielt im Gegenzug 5,6 % GM-Anteile.

GM und Fiat vereinbarten zwei Gemeinschaftsunternehmen für den Einkauf und Antriebskomponenten. Der Sitz des neuen Unternehmens für Antriebskomponenten, für das 4 000 Opel und 14 000 Fiat-Mitarbeiter arbeiten sollen, wird Turin. Rüsselsheim wird Sitz der Einkaufsorganisation, die 1 400 Beschäftigte des GM-Einkaufs (darunter 500 von Opel) und 800 Fiat-Mitarbeiter umfassen soll.

Der Einstieg von GM bei Fiat hat jedoch bei Opel Angst vor Kompetenzauslagerungen ausgelöst. Die von der Umorganisation betroffenen Opel-Mitarbeiter drohen laut "Focus", ihre Unterschrift unter die nötigen neuen Arbeitsverträge zu verweigern. Sie forderten, dass Opel die Komponentenfertigung in Bochum für mindestens 10 Jahre garantiere.

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