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Dämpfer für den Dow

Die Wall Street hat in den Mittagsstunden den Wind aus den Segeln genommen. Nach Kursgewinnen zum Handelsauftakt sind die Blue Chips in die Verlustzone abgedriftet.

Der Dow Jones notiert am Mittag bei einem Verlust von 37 Punkten oder 0,4 Prozent auf 9339 Punkten. Auch die Nasdaq hat Punkte abgegeben, hält den Kopf aber über Wasser. Der Indes der Wachstumswerte steht mit sechs Punkten im Plus bei 1714 Punkten.

Zu den größten Verlierern gehört die Telefongesellschaft SBC Communications, die bereits am Montag nach mittelmäßigen Geschäftszahlen unter Druck stand. Besser behauptet sich der technologielastige Nasdaq Composite. Quartalszahen aus dem Chipsektor haben den Index auf Erfolgskus gebracht.

Leicht ins Minus gedreht ist mittlerweile der Ölkonzern Exxon Mobil. Der weltgrößte Öl- und Gaskonzern hat die Analystenerwartungen im abgelaufenen Viertel verfehlt. Mitbewerber Conoco hatte schon am Montag ähnlich schwache Quartalsergebnisse unter den Ertwartungen der Wall Street bekannt gegeben. Auch der zweitgrößte Plattform-Provider der Welt, Schlumberger , konnte den Analystenerwartungen im dritten Quartal nicht gerecht werden. Die Aktie von Schlumberger hat im vergangenen Jahr 40 Prozent an Wert eingebüßt und gibt damit die Entwicklung der Branche wieder. Der Ölservice-Index gab 39 Prozent nach, der Ölmarkt wartet weiter auf eine gesamtkonjunkturelle Erholung.

Schering-Plough und GlaxoSmithKline haben ebenfalls bereits am Morgen gemeldet, beide konnten im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten punktgenau erfüllen. Während Schering-Plough im frühen Handel leicht gewinnt, geben die Aktien von GlaxoSmithKline - wie der gesamte Sektor - zunächst nach. Mehr als fünf Prozent verliert Pharmacia . Der Konzern beendete das abgelaufene Quartal besser als erwartet, hat aber die Aussichten für Q4 gesenkt. Bristol-Myer Squibb hat die Gewinnschätzungen im dritten Quartal erfüllt.

Bei hohem Volumen verliert Lucent zischenzeitlich rund sieben Prozent an Wert. Der Hersteller von Telekom-Technologie meldet einen operativen Verlust für das vierte Quartal, mit massiven Sondereinflüssen resultierend aus der laufenden Restrukturierung. Exklusive einmaliger Posten, kam ein Fehlbetrag von 909 Millionen Dollar oder 27 Cents pro Aktie zustande Analysten hatten mit einem Verlust von 23 Cents pro Aktie gerechnet. Im Vorfeld hatte man mit einem noch stärkeren Einbruch bei Lucent gerechnet, weshalb der Markt auf die Nachrichten nicht allzu schlecht reagiert.

Bergauf geht es hingegen nach langer Durststrecke für die Auotmobilbranche. DaimlerChrysler hat am Morgen Ergebnisse deutlich über den Erwartungen der Wall Street gemeldet. Wichtig für die amerikanischen Anleger: Vor allem die Chrysler Sparte steht besser da, als Experten angesichts der schwachen Konjunktur erwartet hätten. DaimlerChrysler in den Mittagsstunden mehr als vier Prozent, Ford und General Motors profitieren und legen ebenfalls leicht zu.

Die Tech-Werte, die am Montag den Markt gestützt hatten, legen auch im Dientagshandel zu. Sun Microsystems, zuletzt auf Hardware spezialisiert, stellt am Morgen mit "Sun One" eine Internet-Software vor, die Microsoft Konkurrenz machen soll. Das Papier von Sun gewinnt am Morgen 3,7 Prozent an Wert. Auch die übrigen Big Caps wie Intel und Cisco legen zu. Das Brokerhaus Salomon Smith Barney hat die Gewinnerwartungen für Cisco leicht angehoben. Salomon hatte die Aussichten erst vor wenigen Wochen als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September gesenkt.

Heute nach Handelsschluss wird Amazon.com die Geschäftszahlen vorlegen. Der Onlineeinzelhändler notiert im Vorfeld fester. Weitere Ergebnisse werden von Compaq und Millenium Pharmaceuticals erwartet.

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