Archiv
Dänen begraben Pläne für direkte Bahnverbindung Berlin-Kopenhagen

Die dänische Bahn (DSB) hat alle Pläne zur Wiedereröffnung einer direkten Bahnverbindung zwischen Kopenhagen und Berlin aufgegeben.

dpa-afx KOPENHAGEN. Die dänische Bahn (DSB) hat alle Pläne zur Wiedereröffnung einer direkten Bahnverbindung zwischen Kopenhagen und Berlin aufgegeben. Wie DSB-Verkaufschef Bjørn Wahlsten am Mittwoch in der Zeitung "Berlingske Tidende" angab, könne eine solche Verbindung nach der Eröffnung schneller Zugverbindungen zwischen Berlin und Hamburg nicht rentabel betrieben werden.

Die auch zu DDR-Zeiten existierende direkte Bahnverbindung zwischen den beiden Hauptstädten mit Fährfahrten zwischen Gedser und Warnemünde war 1995 wegen fehlender Rentabilität eingestellt worden. Seitdem müssen Bahnreisende stets über Hamburg fahren und dort umsteigen. Die Fahrzeiten betragen zwischen siebeneinhalb und neun Stunden, während Autofahrer mindestens eine Stunde schneller ans Ziel kommen. Dänemarks Parlament hatte nach massiven Protesten in der Öffentlichkeit 1998 beschlossen, die staatliche Bahngesellschaft DSB zur schnellstmöglichen Wiedereröffnung einer Direktverbindung zusammen mit der deutschen Bahn zu verpflichten.

Nach Wahlstens Angaben verringert sich die Reisezeit mit den neuen Expresszügen zwischen Hamburg und Berlin auf etwa sechseinhalb Stunden. Deshalb sei der Parlamentsbeschluss durch die faktische Entwicklung überholt. Auch die deutsch-dänische Fährgesellschaft Scandlines habe alle Pläne zum Neuausbau der alten Fähranleger in Warnemünde aufgegeben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%