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Dänisches Nein zum Euro wahrscheinlich

dpa/afx KOPENHAGEN. Der klare Trend zu einem Nein beim dänischen Euro-Referendum kommenden Donnerstag hat sich bei Umfragen weiter verstärkt. Eine Ablehnung dürfte zu steigenden Langfristzinsen in Dänemark führen, erklärten Volkswirte am Freitag in Kopenhagen.

Die Ökonomen wiesen allerdings darauf hin, dass in den Umfragen typischerweise lediglich 82 bis 84% der Befragten antworteten. Beim Urnengang selbst erwarten die Experten eine Wahlbeteiligung von rund 90%.

"Falls es zu einer Ablehnung kommt wird die dänische Notenbank ihre Leitzinsen um 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte anheben", sagte ein Volkswirt einer großen dänischen Bank. Die Reaktion der Finanzmärkte werde aber moderat ausfallen. Im Gegensatz zum Referendum von 1992 seien die Märkte dieses Mal wegen der überwältigend ablehnenden Umfragen von einem Nein aus. Auch der Euro dürfte nicht sonderlich stark leiden. Inzwischen sei die gemeinsame Währung eine Tatsache, an der niemand mehr vorbei könne. Ein dänischer Nicht-Beitritt stelle die Währungsunion nicht in Frage. Ein anderer Ökonom erwartet dagegen eine schärfere Marktreaktion. Die Aktienkurse dürften bei einem Nein zwischen sieben und acht Prozent abgeben.

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