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Däubler-Gmelin gegen Menschen-Klonen

ddp Berlin. In der Gentechnik-Debatte hat sich Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) erneut vehement gegen das Klonen von Menschen ausgesprochen. «Ich halte das für unverantwortbar und für falsch», sagte Däubler-Gmelin am Sonntagabend in der ARD-Sendung «Sabine Christiansen». Auch die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) riet in derselben Sendung zur Vorsicht im Umgang mit der Gen-Technologie. Die Wissenschaftsminister der Regierungen von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA und Japan wollten am Montag parallel erste Erkenntnisse zu den Ergebnissen des internationalen Human-Genom-Projekt präsentieren. In Berlin tritt dazu am Mittag Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) vor die Presse.

Justizministerin Däubler-Gmelin warnte beim Klonen vor unbedachten Schritten: «Jeder Mensch ist ein Original, und eine Kopie beim Menschen gibt es nicht.» Es gehe in der Tat um das Überschreiten von Grenzen. Sie fügte hinzu: «Ich finde, man sollte hier viel mehr in Richtung Heilung, Therapie gehen.« Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Fischer fügte hinzu: »Es ist vorsichtig ausgedrückt ein sehr gewagtes Unterfangen". Bei Krankheiten sei dies aber etwas anderes.

Hintergrund der Präsentation des Human-Genom-Projekts ist die für Ende der Woche vorgesehene Veröffentlichung der aus der Entschlüsselung des menschlichen Genoms gewonnenen Daten in den internationalen Wissenschaftsblätter «Nature» und «Science».

Dafür zeichnen einerseits das staatlich geförderte Human-Genom-Projekt und andererseits der Gen-Unternehmer Craig Venter mit seiner Firma Celera verantwortlich. Bereits im April vergangenen Jahres löste die Veröffentlichung erster Erkenntnisse der beiden Projekte eine intensive Debatte über die Zukunft des Menschen und die Gefahren des im Reagenzglas gezüchteten Lebens aus.

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