DAG lehnt Arbeitgeber-Angebot als "miserabel" ab
Im baden-württembergischen Einzelhandel drohen Streiks noch in dieser Woche

adx KORNTAL-MÜNCHINGEN. Im baden-württembergischen Einzelhandel droht ein Arbeitskampf. Bei der dritten Runde der Tarifverhandlungen am Dienstag in Korntal-Münchingen legten die Arbeitgeber zwar ein Angebot für die 220 000 Beschäftigten vor. Die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) lehnte dieses jedoch als "miserabel" ab. Falls im Laufe des Tages keine Nachbesserung erreicht werde, würden noch in dieser Woche Streiks eingeleitet, sagte eine DAG-Sprecherin auf Anfrage. Urabstimmungen in ausgewählten Betrieben mit rund 1.800 Mitarbeitern fanden bereits in der letzten Woche statt.

Das Angebot der Arbeitgeber sieht rückwirkend zum April Einkommenserhöhungen von zwei Prozent und ein Jahr später weitere zwei Prozent vor. Für eine tarifliche Altersvorsorge boten die Arbeitgeber bis 2002 jährliche Beträge zwischen 240 und 480 Mark an. Das Urlaubsgeld soll auf einen Betrag von 1.760 Mark festgeschrieben werden. Die DAG und die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (hbv) fordern unter anderem bis zu 5,5 % mehr Einkommen.

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