DAI rät zur Vorsicht
Nicht nur nach "ausgebombten" Werten schauen

Seit etwa 18 Monaten sind die Aktienkurse weltweit tendenziell auf Talfahrt. Den Hintergrund lieferten aufkommende Konjunkturbedenken, die sich dann auch bewahrheiteten. Viele Aktien haben mehr als 50 Prozent von ihren vorherigen Höchstständen abgegeben.

ddp-vwd FRANKFURT/M. Am Börsensegment Neuer Markt, wo zuvor die Hausse auch am stärksten war, gibt es sogar zahlreiche Werte, die mehr als 90 Prozent ihrer vorherigen Kurshöhen verloren haben. Optisch erscheinen derzeit viele Aktien ausgesprochen billig. Allerdings gilt dies nach Ansicht des Deutschen Aktieninstituts (DAI) nicht immer auch für die Bewertungsseite.

Denn in den Kursen musste nicht nur eine vorherige Überbewertung abgebaut werden, sondern auch noch der ständig weitergehenden Eintrübung der Konjunktur Rechnung getragen werden, betont das DAI. Das bewirkt bei vielen Aktien, dass ihr Kurs sich halbiert hat, die Aktie jedoch keinesfalls als billiger einzuschätzen ist. Wenn zum Beispiel die Gewinne beziehungsweise die Gewinnerwartungen der beobachteten Aktien sich auch halbiert haben, liegt das Kurs/Gewinn-Verhältnis auf unveränderter Höhe.

Es ist folglich gefährlich, sich die Werte herauszupicken, die am stärksten gefallen sind. Denn in fast allen Fällen gibt es gute Gründe, warum diese Aktien so stark vom Markt abgestraft worden sind.

Oft wurden vom Management zu positive Zukunftsaussichten an die Wand gemalt. Deshalb sollte der Anleger bei seiner Aktienwahl auch nach Kursstürzen absolute Qualität heraus filtern, empfiehlt das DAI. Das gilt unabhängig davon, wie stark dieser Wert seit seinen Höchstständen gefallen ist.

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