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DAI will neues Börsensegment mit niedrigen Zulassungshürden

Für die Schaffung eines gesonderten Börsensegments mit niedrigen Zulassungsschwellen setzt sich ...

Für die Schaffung eines gesonderten Börsensegments mit niedrigen Zulassungsschwellen setzt sich das Deutsche Aktieninstitut (DAI) ein. Nach einer Umfrage unter deutschen mittelständischen Unternehmen seien mehr als 18% kapitalmarktorientiert. Dem DAI schwebt eine Art Alternative Investment Market (AIM) wie in Großbritannien vor.
Der Umfrage liegen Antworten von 881 Gesellschaften zugrunde. Befragt wurden 8364 nicht börsennotierte Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 35 Mio. € oder einer Bilanzsumme von mehr als 13 Mio.€. Die Rücklaufquote liege damit bei 10,5%. 157 Unternehmen oder 18,5% der Umfrageteilnehmer seien als kapitalmarktorientiert einzustufen: Sie sehen einen Börsengang vor (1,8% oder 15 Unternehmen), sie können sich diesen grundsätzlich vorstellen (8,1%), oder sie wollen diese Überlegungen bei verbesserter Kapitalmarktsituation wieder aufnehmen (8,6%). Die Mehrheit der Unternehmen (50,1%) schließt einen Börsengang indessen aus, weil die heutigen Unternehmenseigner keinen Teilhaber wünschen.
Als wichtigste Motive für einen Börsengang nennen die Befragten die Finanzierung internen (72,4%) und externen (70,5%) Wachstums.
Auf die neuen Rechnungslegungsvorschriften nach IAS/IFRS, die börsennotierte Unternehmen von 2005 an zwingend im Konzernabschluss anwenden müssen, seien die meisten gut vorbereitet. Nur knapp 9% der Befragten gaben an, die geplanten Veränderungen nicht zu kennen. Wenn IFRS auch nicht börsennotierten Unternehmen ermöglicht wird, planen etwas mehr als ein Viertel der Befragten, diese Regelung im Konzernabschluss zu nutzen, knapp ein Fünftel auch im Einzelabschluss.
Die Studie ist abrufbar unter http://www.dai. de/internet/dai/dai-2-0.nsf/LookupDL/F3B762C8052D2D5EC1256DC000532B40/$File/DAI-Studie-24.PDF

Quelle: FINANZ BETRIEB, 01.12.2003

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